Blutdruck
Allgemein, Medizinbedarf

Bluthochdruck

Bluthochdruck, in der Fachsprache als Hypertonie bekannt, gehört zu den großen Volkskrankheiten in Deutschland. Besonders betroffen sind Personen:

  • mit Übergewicht,
  • mit hoher Kochsalzzufuhr,
  • im höheren Alter,
  • mit hohem Alkoholkonsum,
  • mit psychosozialem Stress
  • mit Diabetes mellitus

 

Geschätzt ein Drittel der Erwachsenen hat mit zu hohem Blutdruck zu kämpfen, doch es wird geschätzt, dass die Zahl der Betroffenen noch viel größer ist, da die meisten Menschen unwissend über den Wert ihres Blutdruckes sind. Nach Daten des Bundes-Gesundheitssurveys 1998 (BGS98) ist Hypertonie ungefähr bei 44 % der Frauen und 51 % der Männer im Alter von 18 bis 79 Jahren vertreten.

Der zu hohe Druck, der das Blut bei jedem Herzschlag auf die Gefäße ausübt, bereitet den Betroffenen oftmals am Anfang kaum bis wenige Beschwerden. Das hat zur Konsequenz, dass der Bluthochdruck lange Zeit unerkannt und unbehandelt bleibt und die Tragweite der Hypertonie den Erkrankten erst bewusst wird, sobald sie mit den Folgeerkrankungen zu kämpfen haben.

Symptome

Oft sind erste auftretende Anzeichen für einen zu hohen Blutdruck eher unspezifische wie Schwindelgefühl, Atemnot, Nasenbluten, Leistungsminderung, Nervosität, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Ohrensausen oder eine rote Gesichtsfarbe. Häufig schreiben Frauen im höheren Alter den hormonellen Umstellungen in ihrem Körper die Beschwerden zu, als dass sie an eine Hypertonie denken. Insbesondere morgendliche Kopfschmerzen können Folge eines erhöhten Blutdruckes sein, da im Schlaf der Blutdruck normalerweise sinkt, er jedoch bei einer Erkrankung dauerhaft erhöht ist.

Untersuchung und Diagnose

Die effizienteste Methode um Ihren Blutdruck zu messen, ist die Nutzung eines Blutdruckmessgeräts. Man unterscheidet zwischen dem oberen, systolischen Wert (SBD), welcher den Druck in den Arterien darstellt, wenn das Herz Blut pumpt und dem unteren, diastolischen Wert (DBD), welcher den Druck in den Arterien zwischen zwei Herzschlägen anzeigt, wenn sich das Herz mit Blut füllt. Der Blutdruck wird in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) gemessen.

Eine einmalige Messung hat jedoch noch keine große Aussagekraft und gibt wenig Auskunft über eine mögliche Hypertonie, da der Blutdruck im Laufe des Tages stetig schwankt. Daher wird empfohlen, einen Arzt aufzusuchen, sobald Sie mehrere der oben genannten Symptome aufweisen, um über mehrmalige Messungen zu verschiedenen Zeitpunkten (12 Messungen über 1 Woche verteilt) ihren durchschnittlichen Blutdruck-Wert ermitteln zu lassen. Optimal sind Werte unter 120/80 mmHg und als normal beziehungsweise hochnormal gelten derzeit Blutdruckwerte bis 139/89 mmHg. Auch eine Langzeit-Blutdruckmessung ist empfehlenswert, da die tageszeitlichen Schwankungen genauer zum Vorschein kommen und die nächtlichen Werte analysiert werden. Der 24-Stunden-Mittelwert beträgt dabei maximal 130/80 mmHg. Gefährdet sind Sie, sobald Ihre Werte dauerhaft systolisch über 140 mmHg und/oder diastolisch über 90 mmHg sind.

Um festzustellen, ob es sich um eine primäre (Hypertonie durch erbliche Anlagen und äußere Risiken wie z.B. Übergewicht) oder sekundäre (auf eine andere Erkrankung z.B. der Nieren zurückführende Hypertonie) Form des Bluthochdrucks handelt, prüft der behandelnde Arzt durch  Urinuntersuchungen, EKGs, Echokardiografien, Ultraschalluntersuchungen des Bauchraumes und der Nierengegend.

Ursache und Entstehung

Meistens ist die genaue Ursache für Hypertonie unbekannt, da verschiedene Faktoren in Frage kommen können. Obwohl Wissenschaftler die komplexen Vorgänge im Körper untersuchen und man bei dem primären Bluthochdruck von einer Entstehung durch das Zusammenwirken erblicher Veranlagung mit verschiedenen Risikofaktoren ausgeht, ist die genaue Bluthochdruck-Ursache bislang jedoch nicht bekannt. Risikofaktoren, die Bluthochdruck begünstigen sind:

  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Hoher Salzkonsum
  • Hoher Alkoholkonsum
  • Mangelnde Ernährung und geringe Kaliumzufuhr (z.B. zu geringer Konsum von frischem Obst, Gemüse, Nüsse oder getrocknetem Obst)
  • Rauchen
  • Hoher Cholesterinwert
  • Stress und
  • Schlafmangel

 

Kaffee, als auch schwarzer Tee, haben durch ihren Koffeingehalt einen kurzfristigen, etwa 20-30 Minuten anhaltende Wirkung auf den Körper und verursachen eine Blutdruckerhöhung um etwa 10-20 mmHg. Sie sind jedoch nicht, auch nicht durch erhöhten, regelmäßigen Konsum, verantwortlich für eine Hypertonie.

Entstehung der Hypertonie

Entstehung der Hypertonie

Folgen

Bluthochdruck ist eine starke Belastung für den Körper und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Er ist die Hauptursache für Herzinfarkte und Schlaganfälle in Deutschland und zieht zahlreiche andere Erkrankungen mit sich.

Je höher der Blutdruck ist, desto stärker muss das Herz arbeiten, um alle lebenswichtigen Organe im Körper mit reichlich Blut versorgen zu können. Diese andauernde Belastung führt zu einer Verdickung der Herzkammer bzw. einer Schwächung der Herzmuskulatur, welche auch Auswirkungen auf die Gefäße im Körper hat.  Mit der Zeit bilden sich vermehrt Ablagerungen (Plaques) und Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose), welche schließlich zum Gefäßverschluss führen. Die Wandveränderungen der Gefäße führen zu vermehrter Steifigkeit und Einengungen, was zu einer koronaren Herzkrankheit, Schrumpfnieren, Hirnerweichung, einem Aneurysma und Netzhautschäden führen kann.

Behandlung

Dank der modernen Medizin und den Forschungen vieler Wissenschaftler gibt es mehrere Möglichkeiten die Erkrankte nutzen können, um Ihren Blutdruck unter Kontrolle zu bekommen. Zunächst ist eine Veränderung des jeweiligen Lebensstils ratsam. Der Nikotinkonsum sollte dringendst gestoppt werden und auch der Genuss von Alkohol sollte stark reduziert werden. Laut dem GBE-Bund kann bei 90 % der Personen mit alkoholinduzierter Hypertonie durch Reduktion des Alkoholkonsums auf höchstens 20 g pro Tag eine Blutdrucknormalisierung erzielt werden.

Auch eine Ernährungsumstellung spielt eine einflussreiche Rolle. Durch die Umstellung auf eine fettarme, obst- und gemüsereiche Ernährung in Kombination mit einer maximalen Kochsalzzufuhr von  4 bis 6 g, kann der mmHg Wert des Blutdrucks um einige Einheiten sinken. Sport ist nicht nur ein effektives Mittel, um den Blutdruck-Wert zu minimieren oder präventiv gegen Bluthochdruck anzugehen, sondern auch hilfreich für die Gewichtsabnahme, die ebenso direkten Einfluss auf die Hypertonie hat. Besonders gut für Erkrankte eignet sich Sport, der die Ausdauerbelastung trainiert und regelmäßig (3 Mal pro Woche) ausgeführt wird. Dazu zählen unter anderem Joggen, Nordic Walking, Wandern, Skilanglauf, Radfahren, Schwimmen oder auch Ballsportarten wie Tennis. Vorsicht ist geboten mit Kraftsportarten wie Gewichte heben, da diese oft mit Pressatmung zusammenhängen und bei Personen mit Bluthochdruck-Problemen zu bedrohlichen Blutdruckspitzen führen kann. Egal ob beim Sport oder generell im Alltag sollte der Blutdruck-Wert mithilfe eines zu Hause vorhandenes Blutdruckmessgeräts im Auge behalten und regelmäßig dokumentiert werden.

Sollten nicht-medikamentösen Maßnahmen nicht ausreichen, können sie zusätzlich eine medikamentöse Therapie beginnen, nachdem Sie sich mit Ihrem Arzt verständigt haben, welche die für Sie und Ihrer Kondition am besten Geeignetste ist. Die populärsten Mittel zur Senkung des Blutdruckes sind Beta-Blocker, Diuretika, Calcium-Antagonisten, ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Antagonisten. Typisch ist zunächst eine Monotherapie (ein Medikament mit einer Wirksubstanz) mit geringer Dosis, die im Laufe der Behandlung bei der Mehrzahl der Patienten zu einer Kombination mit zwei oder mehr Wirkstoffgruppen ansteigt. Auch unter Einfluss von Blutdrucksenker sollten Sie auf natürliche Weisen versuchen, Ihren Blutdruck langfristig zu senken und regelmäßig zu Hause mit einem Blutdruckmessgerät Ihre Werte notieren und mit Ihrem Hausarzt besprechen.

 

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Diabetes
Allgemein, Medizinbedarf

Diabetes mellitus

Ursachen, Symptome, Diagnose, Therapie

Diabetes. Eine Diagnose, die ab sofort den Alltag der Betroffenen bestimmt. Denn wer zuckerkrank ist, leidet unter einer chronischen Stoffwechselerkrankung. Am häufigsten tritt Diabetes in Form von Typ I und Typ II auf.

Der Name Diabetes mellitus kommt aus dem Latein und bedeutet „honigsüßer Durchfluss“. Als eine der ältesten bekannten Krankheiten entstand der Name schon in der Antike aufgrund des süßlichen Urins der Kranken.

Symptome

Starker Harndrang, ständiger Durst, aber auch Müdigkeit, trockene Haut und häufige Infekte sind typische Symptome bei Diabetikern.

Während bei Diabetikern mit Typ I weitere körperliche Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust sowie ein Azetongeruch der Atemluft hinzukommen und somit schneller erkannt wird, bleibt Diabetes Typ 2 oft über viele Jahre unentdeckt, da seine Anzeichen relativ trivial sind. Aus diesem Grund geht man davon aus, dass circa 2 Mio. der Deutschen diabeteskrank sind, ohne es zu wissen.

Wird die Krankheit nicht rechtzeitig erkannt, besteht das Risiko, dass Blutgefäße, Nerven und Organe wie Herz und Nieren nachhaltig geschädigt werden. Auch die Augen bzw. die Sehfähigkeit leiden darunter. Daher kann auch eine relativ plötzliche Verschlechterung der Sehfähigkeit auf Diabetes hinweisen. Im schlimmsten Fall können Folgekrankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenschwäche oder Nervenstörungen auftreten.

 

Unterschiede Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2

Diabetes Typ I ist eine Autoimmunerkrankung, die sich meist schon in jungen Jahren bemerkbar macht. Die Ursache ist auf eine Fehlreaktion des Immunsystems zurückzuführen, indem es insulinproduzierende Zellen zerstört. Dadurch tritt ein Mangel des körpereigenen Hormons Insulin auf – folglich muss Insulin gespritzt werden.

Bei Diabetes Typ II ist eine Insulinresilienz verantwortlich für einen erhöhten Blutzuckerspiegel. Die Körperzellen, die mithilfe von Insulin Glukose aufnehmen und verarbeiten sollen, reagieren nur unzureichend auf das Hormon. Das führt dazu, dass sich der Zucker in den Blutgefäßen staut.

Begünstigt wird der Typ-2-Diabetes durch Übergewicht, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel. Was früher als Altersdiabetes bezeichnet wurde, ist heute nicht nur bei alten, sondern zunehmend auch bei jüngeren Menschen zu verzeichnen. Eine genetische Veranlagung kann eine Rolle spielen. Im Gegensatz zum unheilbaren Diabetes Typ 1, kann Typ 2 durch eine gesunde Lebensweise und Medikamente therapiert werden und ggf. sogar ganz verschwinden.

Diabetes Vorkommen in Deutschland

Da es sich bei Diabetes um keine meldepflichtige Krankheit handelt, gibt es keine genauen Daten zur Häufigkeit von Diabetes. Schätzungsweise leben derzeit etwa 7 Mio. Menschen mit einem Diabetes-Typ-2 (was in jedem Fall den Großteil der Betroffenen ausmacht). Hinzu kommen noch diejenigen, die (noch) nichts davon wissen (schätzungsweise 2 Mio.).

Diagnose

Ein einfacher Bluttest auf Glukose gibt einen Hinweis darauf, ob bei entsprechenden Symptomen tatsächlich ein Diabetes mellitus vorliegt.

Wichtiger Hinweis:

Dieser Artikel soll nur allgemeine Informationen zur Diabetes liefern und sollte auf keinen Fall zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Wer Bedenken hat, an Diabetes erkrankt zu sein, sollte dies unbedingt mit seinem Arzt besprechen.

Im nüchternen Zustand ist ein Blutzucker unter 100mg/dl (5,6 mmol/l) normal. Liegt der Wert zwischen 100 und 125 mg/dl kann das als Anzeichen für eine Diabetes-Vorstufe (Prädiabetes) gedeutet werden.

Mithilfe eines Blutzuckertests durch einen Arzt kann aufgeklärt werden, ob ein Diabetes vorliegt.

Bei folgenden Grenzwerten wird ein Diabetes diagnostiziert:

  • – Wenn der Blutzuckerspiegel nüchtern 126 mg/dl (7,0 mmol/l) oder höher ist (gemessen im venösen Plasma).
  • – Wenn im kapillären Vollblut ein Nüchternwert von 110 mg/dl (6,1 mmol/l) oder höher vorliegt.
  • – Wenn zu einer willkürlichen Zeit (im nicht nüchternen Zustand) ein Blutzuckerwert über 200 mg/dl (11,1 mmol/l) vorliegt.
  • – Wenn der Langzeit-Blutzuckerwert HbA1c 6,5 Prozent (48 mmol/mol) oder höher ist.

 

Therapie

Diabetes mellitus Typ 1

Aufgrund der mangelnden Insulinproduktion muss beim Diabetes-Typ-1 die Abgabe von Insulin mit der Nahrungsaufnahme abgestimmt werden.

Es gibt verschiedene Formen der Insulintherapie.

  1. Die intensivierte Insulintherapie bietet Typ-1-Diabetikern erhöhte Flexibilität und ist daher besonders für Menschen mit einem unregelmäßigen Alltag wie zum Beispiel Schichtdienstarbeitenden, Vielreisenden oder Sportlern eine enorme Erleichterung. Unabhängig von den Mahlzeiten wird ein bis zwei Mal täglich ein lang wirkendes Insulin gespritzt (Bolus). Bei der Dosis muss die Portionsgröße, körperliche Betätigung und der aktuelle Blutzuckerspiegel berücksichtigt werden. Ein regelmäßiges Überprüfen des Blutzuckers ist dabei unerlässlich. Beispielsweise vor einer Injektion sowie circa 1-2 Stunden nach einer Mahlzeit sollte überprüft werden, ob die richtige Menge Insulin gespritzt wurde oder ob noch Bedarf vorhanden ist. Beim Sport sowie vor der Nachtruhe sollte der Blutzuckerspiegel ebenfalls kontrolliert werden. Daher sollten Menschen mit Diabetes-Typ-1 immer ein Blutzuckermessgerät mit entsprechendem Zubehör wie Blutzucker-Teststreifen und eine Insulin-Spritze dabei haben. Diese intensivierte Insulintherapie ist zwar aufwändig und erfordert viel Wissen und Verantwortung, allerdings können Betroffene so Ihre Essenszeiten und –mengen frei wählen.

 

  1. Bei der konventionellen Insulintherapie handelt es sich um eine alte Form der Insulintherapie, die heute eher unüblich ist. Hierbei spritzt der Patient einfach 2 Mal pro Tag eine fertige Insulin-Mischung. Der Zeitpunkt und die Größe der Mahlzeiten sind abhängig von der Insulinwirkung. Entsprechend müssen Patienten ihren Tagesablauf fest danach richten. Der Blutzuckerspiegel muss zwar seltener gemessen werden, allerdings bedeutet diese Form der Insulin-Therapie deutlich weniger Flexibilität für die Betroffenen und ist daher nicht für jeden geeignet.

 

  1. Mit einer Insulin-Pumpe, die dauerhaft kleine Mengen Insulin in das Unterhautfettgewebe abgibt, kann eine natürliche Insulinausschüttung nachgeahmt werden und je nach Mahlzeit oder Aktivität per Knopfdruck angepasst werden. Aber auch hier wird viel Wissen vorausgesetzt. Daher ist eine Schulung für die Insulinpumpe für seine Nutzer sehr wichtig. Allerdings werden die Kosten für eine Insulin-Pumpe nur in bestimmten Fällen von Krankenkassen übernommen (z.B. bei Kindern, Schwangeren und Patienten mit einer unzureichenden Stoffwechseleinstellung).

 

Therapie

Diabetes mellitus Typ 2

Die Therapiemaßnahmen und Behandlungsziele sollten immer individuell mit einem Arzt besprochen werden. Denn jeder Patient benötigt, je nach Lebenssituation, nach Fortschritt der Krankheit und ggf. vorliegenden Begleiterkrankungen einen ganz individuellen Behandlungsplan.

Allgemein muss der Lebensstil gesünder gestaltet werden: Gesundes Essen, viel Bewegung, Gewichtsverlust und Medikamente sind hier der Schlüssel zum Erfolg.

Ernährung bei Diabetes Typ 2:

Eine diabetesgerechte Ernährung ist die Grundlage für eine erfolgreiche Diabetes-Behandlung und zudem unerlässlich zur Vorbeugung schwerwiegender Folgeerkrankungen. Bei der Ernährung für Diabetiker des Typs 2 steht meist der Gewichtsverlust im Mittelpunkt. Ein gesundes Körpergewicht verbessert die Blutzuckerwerte sowie die Blutfettwerte und den Blutdruck. Aber keine Angst, Sie dürfen sich satt essen und müssen keinen Hunger leiden. Der Fokus sollte dabei jedoch auf grünen Lebensmitteln liegen. Denn das Ziel ist, langsam, aber dafür dauerhaft abzunehmen, sich seine Essgewohnheiten bewusst zu machen und langsam umzugewöhnen.

Ernährungstipps für Typ 2 Diabetiker:

  • Essen Sie fettreduziert und ausgewogen. Achten Sie auch auf versteckte Fette in Käse, Wurst, Fertiggerichten, Saucen und Süßigkeiten!
  • Sie müssen nicht gänzlich auf Ihre Lieblingsmahlzeit verzichten. Es fällt leichter, sich beispielsweise 1 Mal im Monat eine Ausnahme zu gönnen und beim Imbiss um die Ecke zu essen oder sich eine Tafel Schokolade zu gönnen. Das richtige Maß ist entscheidend!
  • Essen Sie 3 Mal täglich zu den gleichen Zeiten und essen Sie zwischendurch Obst oder rohes Gemüse. Essen Sie Süßigkeiten nur im Anschluss an Mahlzeiten und nie wenn Sie Hunger haben.
  • Essen Sie ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte. Diese halten lange satt und wirken sich somit günstig auf den Blutzuckerspiegel aus.
  • Bevorzugen Sie pflanzliche Fette. Diese wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus.
  • Verzichten Sie bestenfalls komplett auf Alkohol!
  • Besprechen Sie Ihre Ernährungsumstellung mit einem Ernährungsberater. Der kann Ihnen einen individuellen Ernährungsplan zusammenstellen und Ihnen wertvolle Tipps für den Alltag geben.

 

Bewegung:

Bewegung unterstützt nicht nur den Prozess des Gewichtsverlusts für ein gesundes Körpergewicht, sondern verbessert auch den Zuckerstoffwechsel, da Zellen wieder besser auf Insulin reagieren.

Wer ein Sportmuffel ist, muss sich keine Sorgen machen. Etwa fünf Mal pro Woche sollte man sich für 30 Minuten bewegen, sodass man leicht ins Schwitzen kommt. Ein Spaziergang in angezogenem Tempo kann also schon ausreichen. Wer sich gar nicht gerne bewegt, sollte bei der Wahl seiner Aktivität darauf achten, dass der Spaß nicht zu kurz kommt, sonst lässt die Motivation schnell nach.

Wie viel Sport für jeden Einzelnen angebracht ist, sollte ebenfalls mit einem Arzt abgeklärt werden.

Medikamente:

Für Betroffene des Diabetes-Typ-2 gibt es sogenannte Antidiabetiker, die helfen, den zu hohen Blutzuckerspiegel zu senken. Direkt nach der Diagnose bekommen Betroffene Metformin. Manchmal reicht dieses Medikament in Zusammenhang mit einer Umstellung des Lebensstils schon aus. Ansonsten muss die Therapie durch Antidiabetiker oder sogar Insulin ergänzt werden. Selbstverständlich muss die Therapie genauestens mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Warum Diabetiker Alkohol meiden sollten:

Allein wegen des hohen Kaloriengehalts ist von Alkohol (besonders für Übergewichtige) abzuraten. Die Kalorien sind aber längst nicht das größte Problem beim Alkoholkonsum von Diabetikern.

Da Alkohol die Zuckerfreisetzung der Leber hemmt, besteht bei Alkoholgenuss, die Gefahr einer Unterzuckerung. Normalerweise speichert die Leber Zucker in Form von Glykogen und gibt laufend Reserven ins Blut ab, damit die Blutzuckerwerte nicht zu tief fallen. Durch den Abbau von Alkohol ist die Leber mit der Aufgabe der Glykogenabgabe überfordert und konzentriert sich auf den Alkohol. Demnach droht eine Unterzuckerung. Wer also auf Alkohol nicht verzichten möchte, sollte ihn jedoch nur in Maßen genießen und für den Notfall Glykogenspritzen dabei haben. Experten empfehlen nicht mehr als 10mg Alkohol pro Tag bei Frauen und 20mg bei Männern. 20mg entsprechen etwa einem halben Liter Bier oder einem viertel Liter Wein. Wer sich zusätzlich noch körperlich bewegt (z.B. tanzt), sollte zwischendurch Kohlenhydrate zu sich nehmen (z.B. Traubenzucker) und regelmäßig seinen Blutzuckerspiegel messen.

Da bei Alkoholkonsum das Unterzuckerungsrisiko stark erhöht ist, raten Experten dazu, die Kohlenhydrate der alkoholischen Getränke bei der Berechnung der Insulin-Dosis nicht zu berechnen.

Im Notfall richtig reagieren zu können, setzt voraus, dass der Patient sich nicht betrinkt und die Warnsignale des Körpers (schwitzen, Herzrasen, Blässe, Heißhunger, zittern, Konzentrationsschwäche, Sehstörungen…) frühzeitig erkennt. Bleiben Sie also aufmerksam für Ihre körperlichen Symptome!

Außerdem sollten Sie unbedingt vor dem Schlafengehen erneut den Blutzuckerspiegel messen. Bestenfalls gehen Sie mit einem erhöhten Blutzucker ins Bett, weil der Blutzuckerabfall durch Alkohol verzögert auftritt und überdurchschnittlich lange anhält. Um eine unbemerkte Unterzuckerung während des Schlafs zu vermeiden, wird ein leicht erhöhter Blutzuckerwert von circa 180mg/dl empfohlen.

 

Getränk Portions-

größe

Alkohol-

gehalt

(Vol %)

Alkohol-

gehalt (g)

pro Portion

Energie-

gehalt (kcal)

pro Portion

Alcopops

(Limonade mit Spirituosen)

275–350 ml 5,0–5,6 11,0–15,1 ca. 200
Biermischgetränk Ca. 330 ml 2,9 7,7 135
Bier 300 ml 4,8 10,8 117
Wein 125 ml 11 11 89
Sekt 100 ml 11 8,7 82
Spirituosen

(z. B. Korn)

20 ml 33 5,3 37

 

Alle Angaben ohne Gewähr

 

Quellen:

apotheken-umschau.de
zuckerkrank.de
Diabetesinfomationsdienst-muenchen.de
Deutsche Gesellschaft für Ernährung

 

Akupunktur
Allgemein, Medizinbedarf

Akupunktur

Die Akupunktur ist eine über 2000 Jahre alte Heilmethode aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Das ganze Wissen dieser vielen Jahre fließt heute in die moderne Behandlung ein.

Die TCM arbeitet mit dem Energiesystem des Körpers, unter der Annahme, dass die Energiebahnen im Körper (auch Meridiane) genannt, die Körperfunktionen steuern und somit ein gestörter Energiefluss Krankheiten und Organschäden hervorruft.

Der Körper verfügt über ca. 360 Akupunkturpunkte, die entlang der Meridiane verlaufen. Jeder Akupunkturpunkt ist einem Organ zugeordnet. Durch das Setzen der Akupunkturnadeln an den betroffenen Punkten werden stimulierende Impulse auf das Energiesystem ausgeübt, die den gestörten Energiefluss auflösen.

Akupunktur ist nur eine von vielen Möglichkeiten, diesen Energiefluss wiederherzustellen und eine Regeneration des Körpers einzuleiten. Das Ziel der Behandlung mit Akupunkturnadeln ist es, den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen und die Beschwerden an ihrem Ursprung zu bekämpfen. Akupunktur wird sowohl bei akuten als auch bei chronischen Beschwerden angewendet.

Die Herangehensweise eines Akupunkteurs an eine Diagnosestellung ist komplett unterschiedlich zu der eines Arztes der westlichen Medizin. Die Ursache einer Krankheit liegt nämlich nur selten dort, wo sie die Beschwerden verursacht. So liegen auch die energetischen Blockaden nicht unbedingt dort, wo sie vermutet werden.

An Händen, Füßen und Ohren ist der gesamte Körper in Form von Akupunkturpunkten abgebildet. Deshalb ist es möglich die Akupunkturbehandlung nur an der Hand, dem Ohr oder dem Fuß auszuführen. Die Behandlung ist aber gleichermaßen am ganzen Körper sowie am Schädel möglich. Letzteres eignet sich besonders für Patienten mit Erkrankungen des Nervensystems, ebenso die Punkte am Rücken, die durch das Rückenmark direkt an das Nervensystem getragen werden.

Zur Akupunktur werden bestimmte Akupunkturnadeln verwendet. Inwiefern sich die unterschiedlichen Akupunkturnadeln unterscheiden und worauf Sie beim Kauf achten müssen, wollen wir Ihnen im Folgenden kurz beschreiben.

 

Techniken und Studien:

Innerhalb der Akupunktur unterscheidet man verschiedene Techniken:

  • die Methode der Gegenwirkung oder auch Gabelmethode genannt
  • die Windelnde Methode oder auch Drehende Methode genannt
  • die Verbindende Methode oder auch Penetrierende Methode genannt
  • die tragende Methode oder auch Hebende Methode genannt
  • die Kontrollierende Methode oder auch Blockierende Methode genannt

 

Diese Methoden unterscheiden sich hauptsächlich in der Art und Weise der Nadelinsertion sowie in der Wahl der Akupunkturpunkte.

Studien (GAT und GERAC) haben die Wirksamkeit bei volkswirtschaftlich relevanten Indikationen wie chronischen Rückenschmerzen, chronische Kopfschmerzen und Migräne belegt. In einer Studie von 2007 traten bei fast 50% der durch Akupunktur Behandelten eine Besserung der Beschwerden auf, während nur 27% der schulmedizinisch Behandelten eine Besserung verspürten. In anderen Bereichen müssen erst noch Studien gemacht werden. Akupunktur verspricht keine Heilung von Krankheiten, verzeichnet jedoch viele Erfolge in den folgenden Bereichen:

 

Anwendungsgebiete / Indikation von Akupunktur

Da das Energiesystem den gesamten Körper betrifft, sind die Anwendungsgebiete der Akupunktur quasi uneingeschränkt. Dementsprechend erhebt die folgende Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern dient eher dazu, einen Eindruck über die vielfältigen Einsatzgebiete der Akupunktur zu geben.

Bei akuten und chronische Schmerzen:

  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Schmerzen des Kauapparats
  • Bandscheibenvorfall oder andere Erkrankungen des Bewegungsapparats
  • Arthrose

 

Neurologische Krankheiten:

  • Migräne
  • Mitbehandlung bei Lähmungen
  • Schlaganfall

 

Atemwegserkrankungen:

  • Bronchitis
  • Asthma

 

Vegetative Störungen:

  • Schlaflosigkeit
  • Burnout
  • Allergien
  • Blutdruckschwankungen
  • Libidostörungen

 

Suchtkrankheiten:

  • Medikamentenabhängigkeit
  • Ess-Sucht
  • Nikotinsucht
  • Alkoholsucht
  • Drogensucht

 

Erkrankungen des Verdauungstraktes:

  • Magengeschwüre
  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
  • funktionelle Magen-Darm-Störungen
  • Reizdarmsyndrom
  • Verstopfung
  • chronische Dickdarmentzündung

 

Gynäkologische Aspekte:

  • Menstruationsschmerzen
  • Zyklusunregelmäßigkeiten
  • Fruchtbarkeitsstörungen
  • Ausbleiben der Monatsblutung
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Geburtsvorbereitung.

 

HNO-Krankheiten:

  • Nasennebenhöhlen-Entzündung,
  • Mandelentzündung,
  • Tinnitus

 

Hautkrankheiten:

  • Neurodermitis
  • Akne
  • schlecht heilende Wunden

 

Postoperative Situationen:

  •  Förderung der Wundheilung,
  •  Vorbeugen von Entzündungen,
  •  abschwellende, schmerzlindernde, lymphflussanregende Wirkung.

 

Weitere Indikationen:

  • Postoperative Situationen
  • Begleittherapie bei Tumorerkrankungen und Chemotherapie

 

Akupunkturnadeln – Unterschiede

Akupunkturnadeln gibt es in verschiedenen Variationen. Sie unterscheiden sich in der Nadeldicke, Nadellänge und im Material des Griffs.

 

Material des Griffs und seine Vorteile:

Plastikgriff – gute Handhabung, nicht geeignet für Moxibustion

Silbergriff – hochwertige Verarbeitung, gute Handhabung, sanfter Einstich, für Moxibustion geeignet.

Kupfergriff – sichere und komfortable Handhabung, nahezu schmerzfreies Einstechen, geeignet für Moxa-Anwendungen

 

Material des Drahtes:

Normalerweise werden Akupunkturnadeln aus einer Chrom-Nickel-Stahl Mischung hergestellt. Die Gewichtung der Anteile kann je nach Hersteller variieren. Jedoch haben alle gemeinsam, dass sie nickelhaltig sind. Ein kleiner Teil Nickel ist immer notwendig, damit der Draht nicht oxidiert und damit er biegsam wird.

 

Eine Akupunkturnadel aus Stahldraht enthält typischerweise folgende chemische Zusammensetzung (in Gew.-%):

  • Chrom (Cr): 16,0 bis 18,0
  • Nickel (Ni): 6,0 bis 9,0
  • Mangan (Mn): max. 2,0
  • Silicium (Si): max. 1,5
  • Kohlenstoff (C): max. 0,12
  • Molybdän (Mo): ≤ 0,8
  • Phosphor (P): ≤ 0,045
  • Schwefel (S): ≤ 0,030

 

Bei einigen Akupunkturnadeln sind (Führungs-)Röhrchen als Hilfsmittel zur sterilen Applikation dabei.

Beschichtete Nadeln

Die beschichteten Nadeln weisen einen geringen Einstichwiederstand auf und begünstigen somit eine möglichst schmerzfreie Behandlung. Die Beschichtung besteht meist aus Silikon, Silber oder Gold. Dadurch, dass der Nickel – je nach Herstellung – versiegelt wurde, sind beschichtete Nadeln besser verträglich.

Dauernadeln

Dauernadeln sind kleine runde Nadeln, die nur für die Ohrakupunktur verwendet werden und dort einige Tage verbleiben. Dauernadeln werden in der Regel mit dem Daumen in die Akupunkturpunkte am Ohr gedrückt und mit einem kleinen Pflaster befestigt.

 

Die Nadelgrößen – Länge und Dicke des Drahtes

Der Draht der Akupunkturnadeln kann unterschiedliche Längen und Durchmesser aufweisen.

Die Wahl der richtigen Nadel hängt davon ab, welche Person therapiert werden soll.

Bei Kindern würde man beispielsweise andere Nadeln verwenden als bei Erwachsenen. Zudem richtet sich die Wahl der Nadel nach der Körperstelle, die akupunktiert werden soll (mit viel oder wenig Gewebe), und nach der Akupunktur-Technik, die angewendet werden soll. Am häufigsten werden Nadeln mit den Durchmessern 0.20 mm – 0.30 mm verwendet. Die Nadellänge variiert entsprechend von 15 mm bis ca. 50 mm. Die Nadellänge versteht sich jedoch ohne Griff. Der Griff mit einer Länge von ca. 20 mm plus die Nadellänge ergibt erst die Gesamtlänge der Akupunkturnadel.

Insgesamt kann man sagen, je geringer der Nadeldurchmesser, umso geringer auch das Schmerzempfingen. Daher eignen sich dünnere Nadeln besonders bei ängstlichen Patienten. Gleichzeitig ist bei dünneren Nadeln auch die Stimulation der Akupunkturpunkte geringer und somit die Dauer und Frequenz der Behandlungen ggf. höher.

Die Nadeldurchmesser werden in unterschiedlichen Maßeinheiten angegeben: Koreanische bzw. Japanische Gauge und Chinesische Gauge. Hierzulande hat sich jedoch die Angabe in Millimetern durchgesetzt. Bei Kunststoffgriffen spiegeln die Farben – zur schnelleren Identifizierung – die Nadeldurchmesser wider.

So steht bei den gängigsten Größen hellblau für 0.2 mm, pink für 0.23 mm, lila für 0.25 mm und braun für 0.30 mm.

 

Die gängigen Akupunkturnadeln sowie Modelle mit Akupunkturpunkten erhalten Sie bei uns im Shop

 

Quellen:

www.zentrum-fuer-akupunktur.de

www.dr-prem.de

www.dr-gumpert.de/html

www.praxismaterial-leonidov.de

www.acupunctureworld.de

 

 

 

Gipsbinden Babybauch
Allgemein, Medizinbedarf

Basteln mit Gipsbinden

Material, Anleitung, Ideen

Preparing plaster shell #diy#diychristmas #gipsschale

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Do-it-Yourself ist ein Trend, der in den letzten Jahren zunehmend das Internet erobert hat. Der Wunsch danach, etwas Eigenes zu produzieren, scheint immer Größer zu werden. Dabei geht es nicht darum, Geld zu sparen, sondern vielmehr darum, seiner Individualität Ausdruck zu verleihen und seine Kreativität auszuleben. Neben dem Trend Dekoration oder sogar Möbel aus Beton zu bauen, liegt auch Basteln mit Gipsbinden ganz weit vorne. Das ist ein Spaß für Kinder und Erwachsene. Mit nur wenigen Materialien können Sie günstig und kinderleicht etwas Eigenes schaffen. Lesen Sie hier, welche Möglichkeiten das Basteln mit Gipsbinden bringt und wo Sie Gipsbinden günstig kaufen können.

  

Material

Ein Objekt oder Gerüst, das nachmodelliert werden soll (PET-Flasche oder Luftballon oder Pappe…)

Gipsbinden

Eine Schale mit Wasser

Eine Schere

Eine Unterlage

Evtl. Einmalhandschuhe

Bei Bedarf: Pinsel und Acrylfarbe

 

Anleitung

Schritt 1: Gipsbinde mit der Schere in kleine Stücke schneiden.

Schritt 2: Die Gips-Stücke einzeln durch das Wasser ziehen und Stück für Stück auf das nachzuformende Objekt legen. Der Gips sollte nicht triefen und ggf. ausgewrungen werden. Wer sich nicht gerne die Hände schmutzig macht, kann hier auf Einmalhandschuhe zurückgreifen. Die Einmalhandschuhe von INKtur® beispielsweise eignen sich hervorragend, da sie super sitzen und bei der Handarbeit nicht stören.

Schritt 3: Den Gips modellieren bis er die gewünschte Form erhält und aushärten lassen. Man sollte darauf achten, dass die Streifen feucht genug sind, so dass sich die einzelnen Gipsfasern miteinander verbinden. Hier kann man durch Überstreichen des Gipses etwas nachhelfen.

Schritt 4 (nach Bedarf): Den getrockneten Gips mit Farbe bemalen. Sie fragen sich jetzt, welche Farbe dazu am besten geeignet ist? Eigentlich kann man jede denkbare Farbe nehmen. Besonders geeignet sind Acrylfarben oder Leinölfarben bzw. Lack. Diese halten am längsten und strahlen am intensivsten. Aber auch andere Farben sind möglich. Selbst mit Wasserfarbe kann man schöne Ergebnisse erzielen. Hier zählt jedoch „viel Farbe, wenig Wasser“, denn der Gips saugt das Wasser auf und könnte bei zu viel Flüssigkeit seine Form verlieren und die Farbe würde verblassen.

 

Ideen:

Babybauch Gipsabdruck

Was man für einen Gipsabdruck des Babybauchs benötigt? Auf jeden Fall einen Babybauch und am besten eine zweite Person, die hilft. Dazu natürlich die oben aufgeführten Materialien. Der Gipsabdruck in der Schwangerschaft ist ein regelrechtes Muss. Es ist eine einfache, günstige und wunderschöne Möglichkeit, diese einmalige Zeit festzuhalten und sich regelmäßig an den großen Babybauch zurückzuerinnern. Hier werden einfach der Babybauch und ggf. auch die Brüste mit feuchten Gipsstreifen nachmodelliert und getrocknet. Ist der Gipsabdruck trocken, kann dieser mit schönen Farben und Mustern bemalt und zu einem echten Kunstwerk verwandelt werden. Gipsbinden gibt es in zum Glück in verschiedenen Größen. Damit die Arbeit nicht zu mühselig ist, sollten Sie sich eine der größeren Rollen kaufen.

Gesicht, Füße, Hände

Gipsbinden Gesicht

Ein besonderer Spaß für Kinder ist der Gipsabdruck vom Gesicht. Auch hier benötigt man natürlich einen Partner, um sich gegenseitig zu helfen – ein gemeinsames Bastelerlebnis mit tollen Ergebnissen! Das gemeinsame Bemalen der Gesichtsmasken ist für Kinder zudem eine schöne Möglichkeit, sich kreativ auszutoben.

Wichtig: Wer Körperteile nachformt, sollte diese vorher gut einfetten oder Mullbinden auf die Haut legen, damit der Gips anschließend unbeschadet und schmerzlos zu entfernen ist.

Schale / Vase

Ein klassisches Hilfsmittel für runde Gipsabdrücke ist der Luftballon. Diesen können Sie in der gewünschten Größe aufpusten und dann rundum mit Gips modellieren und anschließend anmalen. Für Teelichtschalen ist es schön, wenn der Gips außen weiß bleibt und innen eine metallic Farbe verwendet wird. Dadurch wird der Kerzenschein reflektiert und erzeugt deutlich mehr Licht. Um eckige Schalen zu basteln, einfach eine Plastik/PET-Flasche zerschneiden und nachmodellieren. Aus den gleichen Hilfsmitteln können Sie nicht nur schöne Schalen, sondern auch Vasen basteln. Dazu einfach den Luftballon bzw. die PET-Flasche fast komplett mit Gips bedecken.

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Eine tolle Bastelidee, demnächst zu Ostern: Einen kleinen Luftballon zur Hälfte mit Gipsbinden nachmodellieren und den Rand oben in Zick-zack-Form gestalten. Dann sieht der Gips aus wie ein zerbrochenes Ei. Dieses kann von innen schön österlich dekoriert werden.

Kleine Tierchen

Mit Gips können sämtliche Formen nachmodelliert werden. Für kleine Tierchen eignen sich zum Beispiel Förmchen aus dem Sandkasten. Die Möglichkeiten sind unendlich.

Blätter

Blätter zum Aufhängen oder als Tischdeko leicht gemacht. Als Hilfsmittel nehmen Sie einfach echte oder künstliche Blätter und belegen beide Seiten mit Gipsstreifen, die Sie der Form genau anpassen. Trocknen lassen, fertig.

Buchstaben

Eine kreative Idee für Geburtstage und Feste (zum Beispiel als Tischkarte): Buchstaben selber basteln. Dazu einfach aus Pappe die gewünschten Buchstaben zuschneiden und diese von beiden Seiten mit Gipsbinden nachbauen. Trocknen lassen, fertig. Diese können Sie ebenfalls anmalen und schön dekorieren oder aufhängen.

Skulpturen

Wem das alles noch nicht künstlerisch genug ist, der kann auch seine ganz eigene Form basteln, beispielsweise aus Draht oder Pappe. Daraus können einzigartige Skulpturen entstehen. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf!

 

Wo Sie Gipsbinden kaufen können? Produktbild von praxy

Günstige Gipsbinden und Einmalhandschuhe in verschiedenen Größen einfach bequem online bestellen:

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Irrigator Darm
Allgemein, Medizinbedarf

Einlauf mit Irrigator

Für eine schonende Darmreinigung

Er ist wahrhaftig nicht das Schönste, was man sich vorstellen kann, aber er ist auch längst nicht so schlimm, wie man ihn sich vorstellt: Der Einlauf. Wer ihn einmal selbst gemacht hat, wird seine Einstellung dazu sicher positiv verändern.

Der Einlauf dient der Darmreinigung und zählt zu den ältesten Naturheilverfahren. Früher gehörte er zur regelmäßigen Hygiene und Gesundheitsprävention. Durch den Einlauf wird der Darm durchgespült und von evtl. festsitzenden Resten befreit.

 

Unser Darm und sein Einfluss auf die Gesundheit

„Im Darm sitzt der Tod“ sagte einst der griechische Arzt Hippokrates von Kos, schöner ausgedrückt sagt man in Asien „Der Darm ist das Tor zum Leben“. Beide Aussagen zeigen deutlich den Einfluss, den dieses große Organ auf unsere Gesundheit hat. Mit ca. 80 Prozent aller Abwehrzellen des Körpers, hat das Immunsystem im Darm seinen Hauptsitz. Ist unser Darm bzw. unsere Darmflora nicht in Ordnung, wirkt sich das also automatisch auf unsere gesamte Gesundheit aus. Das muss sich nicht immer in Form von Darmbeschwerden äußern, sondern kann mit sämtlichen Krankheiten in Verbindung stehen. Nicht zuletzt sitzt im Darm, wie wir heute wissen, unser sogenanntes Bauchhirn. Sein Nervensystem verfügt, genau wie unser Gehirn, über sensorische Nervenzellen und Neuronen sowie über Botenstoffe. Kein Wunder also, dass man sich schlecht fühlt, wenn der Darm nicht richtig funktioniert.

 

Wann wird ein Einlauf angewendet?

Für die Anwendung eines Einlaufs kann es viele Gründe geben. Lesen Sie hier die häufigsten Beispiele.

Einlauf bei Verstopfungen: 25% der Männer und sogar 60% aller Frauen leiden unter Verstopfungen. Gründe dafür gibt es viele, zu den Hauptursachen zählen ungünstige Ernährungsgewohnheiten und zu wenig Bewegung. Aber auch mangelnde Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser oder Stress sind Faktoren, die das Verstopfen des Darms begünstigen. Ein sanfter Einlauf mithilfe eines Irrigators schafft schnell und effektiv Abhilfe und lindert die Symptome. Eine Dauerlösung sollte ein Einlauf nicht sein. Sinnvoller ist es, seine Lebens- und Ernährungsweise grundlegend zu überdenken.

Einläufe zur Darmsanierung: Eine Darmsanierung soll unseren Darm gründlich reinigen und eine gesunde Darmflora neu aufbauen. Die Darmflora ist häufig von jahrelang angesammelten Ablagerungen, den sogenannten Schlacken belastet. Schlacke entstehen aufgrund von schlechter Ernährung z.B. durch den Verzehr von Fertigprodukten, deren Bestandteile vom Verdauungssystem nicht vollständig abgebaut werden können. Eine umfassende Darmsanierung besteht aus mehreren Maßnahmen. Der erste Schritt sollte immer eine Darmreinigung sein. Dazu ist der Einlauf mit dem Irrigator bestens geeignet. Anschließend kann der Aufbau der Darmflora stattfinden. Das genaue Vorgehen sollten Sie am besten mit einem Arzt besprechen.

Einläufe beim Fasten: Beim ganzheitlichen Fasten, wie zum Beispiel dem Heilfasten, gehört die Darmreinigung mit einem Einlauf zu einer unverzichtbaren Maßnahme. Die Notwendigkeit des Einlaufs hat verschiedene Gründe. Während der Fastenzeit verstoffwechselt der Körper giftige Abbauprodukte, welche zu einem großen Teil über den Darm ausgeschieden werden. Um die Entgiftung des Körpers zu unterstützen und eine Rückvergiftung zu verhindern, müssen diese Abbauprodukte aus dem Darm transportiert werden. Dazu benötigt der Körper die Hilfe eines Einlaufs. Denn ohne Arbeit, und damit sind wir schon beim nächsten Grund, wird der Darm sehr träge. Um die Darmaktivität aufrecht zu erhalten, sollten während des Fastens mindestens alle zwei Tage ein Einlauf mit dem Irrigator gemacht werden.

Einläufe bei verschiedenen Krankheiten und Symptomen: Ein Einlauf kann bei verschiedenen Symptomen schnelle Linderung schaffen. So wird er zum Beispiel als Therapie bei Rheuma, Allergien, wiederkehrenden Infekten oder fiebrigen Erkrankungen vorübergehend eingesetzt.

Einläufe vor der Geburt: Vielen Frauen wird vor der Geburt ein Einlauf empfohlen. Der Grund: Ein voller Dickdarm erschwert die Geburt und begünstigt unwillkürliche Defäkation. Die wenigsten Frauen haben zuvor schon einmal einen Einlauf gehabt und scheuen sich daher vor dem Abführen mithilfe eines Irrigators. Zudem wird das Durchführen des Einlaufs durch eine fremde Person als Eingriff in die Intimsphäre empfunden. Es lohnt sich also, im Laufe seines Lebens diese effektive und schonende Art der Dickdarmentleerung für sich zu entdecken und die Scheu davor abzulegen. Dann ist der Einlauf vor der Geburt auch nichts Unangenehmes mehr, sondern eine enorme Erleichterung. Zudem benötigen Sie dabei vermutlich keine Hilfe und können den Einlauf selber machen, wenn Sie schon Erfahrung mit Einläufen durch einen Irrigator haben.

Einlauf auf Reisen: Manchen fällt der Stuhlgang auf fremden Toiletten besonders schwer, weshalb es im Urlaub häufig zu unangenehmen Verstopfungen kommt. Hier kann ein Einlauf schnell Erleichterung schaffen. Für Reisende gibt es extra den praktischen Reise-Irrigator mit Beutel statt Becher. Das spart Platz im Koffer.

Alternativen zum Einlauf mit Irrigator

In Apotheken gibt es zahlreiche medikamentöse Abführmittel, auch Laxative genannt. Diese führen bei regelmäßiger Einnahme jedoch zu chronischen Verstopfungen und machen den Darm abhängig.

Im Gegensatz zu medikamentösen Abführmitteln ist der Einlauf eine natürliche, sanfte und völlig unbedenkliche Maßnahme zur Darmentleerung.

Besonders während des Fastens ist von einem Abführen durch medikamentöse Abführmittel abzuraten. Dieses Vorgehen erzielt nicht die gewünschte Wirkung. Zudem enthalten diese Mittel meist chemische Bestandteile und der Sinn des Fastens ist es ja, den Darm zu entgiften und nicht, ihm Gift zuzufügen.

 

WICHTIG: Nicht für jeden ist ein Einlauf wirklich das Richtige. Schwangere, Menschen mit Essstörungen, Hämorrhoiden dritten Grades oder chronischen Darmerkrankungen sollten dies unter allen Umständen mit ihrem Arzt besprechen.

 

HINWEIS: Der Einlauf und die Einnahme der Pille

Ein Einlauf bei Einnahme der Pille ist eigentlich unbedenklich, da die Pille oral eingenommen wird und ihre Wirkung im Dünndarm entfaltet. Der Einlauf betrifft nur den unteren Teil des Darms, den Dickdarm. Wer aber sicher gehen will, sollte einfach 3-4 Stunden nach dem Einlauf mit der Einnahme warten.

 

Wo gibt es Irrigatoren zu kaufen?

Irrigatoren können Sie in Apotheken sowie im Online-Handel kaufen. Apotheken haben Irrigatoren allerdings oft nicht vorrätig, zudem sind sie im Online-Handel meist günstiger. Also warum sollten Sie sich die Mühe machen und Schuhe anziehen (und dazu eventuell noch peinlich berührt sein), wenn Sie Ihren Irrigator bequem und anonym nach Hause bestellen können: praxy.de

Für welche Größe des Irrigators Sie sich entscheiden, hängt davon ab, wie hoch der Einlauf gehen soll. Der Vorteil der 2 Liter Behälter ist, dass sowohl große als auch kleine Darmreinigungen durchgeführt werden können.

 

Wie viel Zeit muss ich für einen Einlauf einplanen?

Vorbereitung: 5 Min

Durchführung: 10 Min

Einwirkzeit: 5-10 Min

Entleerung: Die Dauer der Entleerung unterscheidet sich nach Körpergröße, Umfang des Einlaufs und der Darmtätigkeit. Sie kann aber auch schon nach wenigen Minuten beendet sein. Oftmals bleibt ein Rest der Flüssigkeit im Darm zurück und wird osmotisch durch den Körperhaushalt aufgenommen. Was übrig bleibt, wird über den Urin ausgeschieden.

Geschätzte Gesamtzeit: 30-60 Min.

 

Wie baue ich das Irrigator–Set korrekt zusammen?

Ein Irrigator-Set besteht in der Regel aus drei Teilen: 1 Behälter (Kunststoffbecher oder im Falle des Reise-Irrigators ein Beutel) mit praktischem Aufhängehaken, 1 Schlauch, ein Klistierrohr mit Irrigatorhahn.

Die Zusammensetzung ist relativ selbsterklärend, außerdem wird in der Beilage nochmal ausführlich erklärt, wie der Irrigator zusammengebaut wird. Trotzdem hier eine kurze Anleitung: Den Schlauch über das kleine Ausgangsrohr am Behälter stecken. An das andere Ende des Schlauchs das Klistier mit Irrigatorhahn stecken. Achten Sie dabei darauf, dass an beiden Enden der Schlauch festsitzt und nicht abrutschen kann. Wer nicht sicher ist, nochmal in der Beschreibung nachlesen.

 

Anleitung zur Durchführung eines Einlaufs:

Vorbereitung: Füllen Sie den Behälter mit lauwarmem Wasser in der gewünschten Menge (0,5 – 2 Liter). Öffnen Sie kurz den Irrigatorhahn bis etwas Wasser herauskommt, um das Eindringen von Luft in den Darm zu verhindern. Dann schließen sie ihn wieder.

Als nächstes sollten Sie sich eine Unterlage (z.B. ein Handtuch) nehmen und einen geeigneten Ort suchen, an dem Sie ungestört sind und die folgenden Anweisungen befolgen können. Dabei sollten Sie sich jedoch nicht zu weit von der Toilette entfernen. Als mögliche Körperpositionen eignet sich die Rückenlage, die Seitenlage oder die Knie-Ellenbogen-Stellung. Für die Rückenlage müssen Sie nur die Beine aufstellen, in der Seitenlage legen Sie sich am besten auf die linke Seite, da der Darm in diese Richtung verläuft. Möglicherweise legen Sie sich dafür ins Bett oder aber auf die Badematte im Badezimmer. Das ist Ihnen überlassen. Haben Sie Ihre Position gefunden, müssen Sie nur noch einen Platz für den Irrigator finden. Der Behälter sollte 30-50 cm über dem Anus des Patienten stehen bzw. hängen. Fetten Sie das Klistierrohr vor Gebrauch ggf. leicht ein (z.B. mit Vaseline oder einem pflanzlichen Öl).

Durchführung: Sind alle Vorbereitungen getroffen, machen Sie es sich bequem. Führen Sie das Klistierrohr 2-3 cm tief in den Darm ein und öffnen Sie den Irrigatorhahn. Legen Sie sich einfach hin und atmen Sie ruhig ein und aus. Das Wasser fließt nun ohne starken Druck und in einem angenehmen Tempo in den Darm. Sie verspüren ein Gluckern im Bauch. Schließen Sie den Hahn bevor das Gefäß ganz leer ist, um unnötiges Eindringen von Luft zu verhindern und ziehen Sie das Klistier langsam wieder heraus. Fertig.

Nach Beenden des Einlaufs verspüren Sie recht schnell ein relativ starkes Druckgefühl. Geben Sie dem nicht sofort nach. Bewegen Sie sich liegend etwas von rechts nach links oder heben Sie das Gesäß an, um das Wasser gut im Darm zu verteilen. Nach circa. 10 Minuten ist die gewünschte Wirkung erreicht. Jetzt dürfen Sie Ihren Darm entleeren.

 

Pflegehinweise:

Irrigator Becher: den Becher spülen Sie am besten mit Wasser und Seife aus. Verwenden Sie auf keinen Fall Reinigungsmittel, da sonst Restmengen bei dem nächsten Gebrauch in den Darm eindringen könnten.

Irrigator Schlauch: den Schlauch ebenfalls nach Gebrauch mit Wasser und Seife durchspülen.

Irrigator Klistier: Das Klistier sollten Sie etwas gründlicher vornehmen und am besten ebenfalls mit Wasser und Seife abspülen und ggf. desinfizieren. Ein Klistier sollte nur von einer Person verwendet werden.

 

Weitere Einsatzgebiete des Irrigators: die Scheidenspülung

Bei dem Irrigator-Set werden Sie ein weiteres Teil finden, das sogenannte Mutterrohr. Das ist nur für die Scheidenspülung zu verwenden. Hier wird einfach anstatt des Klistiers das Mutterrohr auf das Ende des Schlauchs gesteckt. Die Anleitung dazu befindet sich in der Beilage des Irrigators. Scheidenspülungen haben keinen hygienischen und auch keinen verhütenden Zweck. Bei Vaginalinfektionen, Scheidenpilz oder anderen Beschwerden des Intimbereichs kann eine Scheidenspülung die Heilung beschleunigen. Dies wird jedoch von einigen Medizinern kritisch gesehen und sollte mit einem Gynäkologen besprochen werden.

 

Fazit:

Ein Einlauf ist eine gute und sanfte Möglichkeit, schnell und effektiv dem Darm zu reinigen und Beschwerden verschiedenster Art zu lindern. Eine Darmreinigung empfiehlt sich sogar mehrmals im Jahr. Am besten funktionieren Einläufe mithilfe eines Irrigators. Einen Irrigator können Sie günstig bei uns im Shop kaufen. Überzeugen Sie sich davon, dass er nicht beißt 😉

 

Quellen:

www.heilfastengesundheit.de

www.pflegewiki.de

www.ratgeber-darmsanierung.de

www.heilfastenkur.de

www.paradisi.de

www.darmspuelen.de

Handbandage
Allgemein, Medizinbedarf, Reha

Bandagen

Zur Behandlung von Schmerzen der Gelenke und zum Erhalt der Mobilität

Beschwerden in den Gelenken können verschiedene Ursachen haben. So stellt sich zum Einen ab einem Alter von circa 50 Jahren ein sogenannter altersbedingter Verschleiß der Knochen ein, der zu Schmerzen und eingeschränkter Mobilität führt. Ebenso starkes Übergewicht geht mit einer Überbelastung (in diesem Falle) der Knie einher und kann somit zu Beschwerden durch Abnutzung der Knochen führen. Aber auch nach einem Unfall, bei dem etwa der Meniskus, Bänder oder Knochen verletzt wurden, treten starke Schmerzen auf, die durch Schonhaltungen weiteren Schaden anrichten können.
Diese Gelenkschmerzen – egal ob an Knie, Ellenbogen oder Hand – schränken im Alltag ein. Das muss nicht sein. Medizinische Bandagen können eine große Hilfe für Menschen mit Gelenkbeschwerden darstellen. Machen Sie sich das Leben leicht mit Bandagen, die Ihre Gelenke stützen und bei jeder Bewegung leicht massieren. Bandagen – oder auch Stützverband genannt – bestehen aus einem atmungsaktiven Stoff mit elastischen Profileinlagen. Es gibt Bandagen für Knie, Sprunggelenke, Schultern, Ellenbogen oder Handgelenke. Jede dieser Bandagen ist speziell auf die Bewegungen und Anatomie der jeweiligen Gelenke angepasst. Sie lassen sich leicht anlegen, schnüren nicht ein und können auch unter der Kleidung getragen werden. Durch die Stabilisierung der Gelenke können Sie sich wieder frei bewegen. Die gezielte Kompression stützt die Muskulatur und regt den Stoffwechsel an. Dadurch wird die Heilung gefördert und der Schmerz gelindert.

 

Arten von Bandagen:

Reha-Bandagen

Reha-Bandagen werden, wie der Name schon sagt, zu rehabilitativen Zwecken nach Muskel-, Bänder und Sehnenverletzungen, bei chronischen, altersbedingten oder degenerativen Veränderungen der Knochen o.Ä. getragen. Diese stabilisieren und wärmen das verletzte Gelenk und unterstützen somit weitere medizinische Therapiemaßnahmen wie z.B. Physiotherapie.

Prophylaktische Bandagen

Für Menschen, die täglich ihre Gelenke schwer belasten oder aus beruflichen Gründen einseitig wiederkehrende Bewegungen ausüben sind prophylaktische Bandagen sinnvoll. Diese erfüllen den Zweck, die Gelenke zu stabilisieren und zu schützen, sodass Verletzungen vorgebeugt werden können.

Aktiv-Bandagen

Die medizinisch-orthopädischen Aktiv-Banden verfügen über Führungs- und Funktionssicherungselemente, die bei Aktivitäten wie Sport mit besonders ruckartigen Bewegungen oder schweren Gewichten die Gelenke schützen und stabilisieren. Um aber die Bewegung in keinster Weise einzuschränken sind Aktiv-Bandagen aus einem extrem dünnwandigen Material. So gewährleisten die Aktiv-Bandagen Stabilität und Flexibilität zugleich. Aber auch für berufliche Aktivitäten können Aktiv-Bandagen belastete Gelenke schützen, wärmen und entlasten.

Funktionale/Orthopädische Bandagen

Manche Indikationen verlangen speziell angepasste Bandagen. Häufig betroffen sind Knie- und Fußgelenke. Bei folgenden Indikationen können orthopädische Bandagen die Therapie im Alltag sinnvoll unterstützen.

Kniegelenksbeschwerden:

  • Verletzung oder Fehlstellung der Kniescheibe (Patellaluxation/Chrondropathia patellae/Patellalateralisation)
  • Verschiedene Arten von Arthrose (Gonarthrose/Retropatellar-Arthrose)
  • Geringgradige Bandinstabilität im Kniegelenk

 

Fußgelenke:

  • Distorsionen des Sprunggelenks
  • Bandinstabilität des Sprunggelenks
  • Reizungen der Achillessehne
  • Tarsaltunnelsyndrom
  • Fußballer-Knöchel

 

Kniebandage

Funktionen von Bandagen:

Erhöhung der Stabilität

Nach einer Verletzung wie beispielsweise einem Kreuzbandriss verliert das Knie an Stabilität. Dann tritt ein Gefühl der Unsicherheit auf, was häufig zu Schonhaltung und Folgebeschwerden führen kann. Mit Bandagen umgeht man diese Unsicherheit und verleiht dem Knie eine sichere Stabilität für den Alltag.

Schutz vor Verletzung
Wer bereits mit Gelenkbeschwerden zu kämpfen hat, sollte bei besonderer körperlicher Betätigung und beim Sport eine Bandage tragen, um mögliche Verletzungen zu verhindern.

Linderung von Schmerzen
Durch den engen Sitz der Bandagen wird die Wärme an dem betroffenen Gelenk gehalten. Von der wärmenden Wirkung geht eine Schmerzlinderung aus.

Anregung des Stoffwechsels
Durch die Kompression, die die Bandage auf die jeweilige Körperstelle ausübt, wird der Stoffwechsel angekurbelt, was den Heilprozess unterstützt.

 

Was ist der Unterschied zwischen Bandagen und Orthesen?

Während Bandagen aus einem flexiblen Kompressionsgestrick bestehen, der sich perfekt der Körperform anpasst, sind Orthesen aus festerem Material gefertigt. Mit einer Bandage ist man daher trotz ihrer stützenden Funktion beweglicher als mit Orthesen, die der hohen Stabilisierung oder sogar der Ruhigstellung dienen. Gleichzeitig nehmen Orthesen mithilfe von Gurten und Schienen eine Korrekturfunktion ein, um Fehlbewegungen zu vermeiden. Somit erfüllen Orthesen eher den Zweck, geschwächte Knochen im Alltag zu schützen, während Bandagen eher für die Sicherheit des „weichen Gewebes“ sorgen und vorwiegend beim Sport getragen werden.

Fazit:

Bandagen sind eine sinnvolle Unterstützung einer Therapie sowie eine Erleichterung im Alltag und ein wichtiges Hilfsmittel zur Vorbeugung und Nachsorge von Verletzungen der Gelenke bei bestimmten körperlichen Tätigkeiten wie Sport.

 

Aktivbandagen bei uns im Shop von den Qualitätsmarken Bauerfeind und Tricodur:

  • Handgelenkbandage links und rechts in allen Größen und Farben
  • Ellenbogenbandage in allen Größen und Farben
  • Kniebandagen in allen Größen und Farben
  • Kniebandagen bei einer Fehlstellung der Kniescheibe (Patellalateralisation)

    Bandagen bequem online kaufen: www.praxy.de

 

 

 

Quellen:

www.orthopaedie-kormeyer.de
www.sport-bandagen-doc.de
www.sport-attack.net
www.bauerfeind.de

Allgemein, Medizinbedarf, Reha

Kinesio tape

Kinesiotape Knie
Material, Anleitung & Wirkung der Klebestreifen

 

Jeder hat sie schon mal gesehen, diese bunten Tapes, oft in pink oder blau, wie sie die Schultern, Waden oder Arme von Profi-Sportlern schmücken. Die Kinesio Tapes sollen gegen Schmerzen in Muskeln und Gelenken helfen, die Durchblutung und das Lymphsystem fördern und somit Verspannungen lösen. Sie werden vor allem bei Einschränkungen in der Beweglichkeit und bei Kraftlosigkeit der Muskeln sowie zur Stabilisierung dieser eingesetzt.

Material & Ursprung

Wirkung

Anleitung / Anwendung

Ausbildung

Unterschied zu Sporttapes

Funktion der Farben

 

Material & Ursprung

Die Kinesio Tapes kann man in verschiedenen Farben meterweise auf Rolle kaufen. Die Tapes bestehen aus Baumwolle mit Elastan und einem hautfreundlichen Klebstoff (latex- und wirkstofffrei), der bei Wärme aktiviert wird. Die Klebepflaster lassen Luft, Feuchtigkeit und Flüssigkeit durch und haben einen guten Halt. Sie können beim Duschen, Schwimmen und beim Sport getragen werden, ohne sich zu lösen.

Ursprünglich stammt das Tapen aus der japanischen Heilkunde. Das Original Kinesotape wurde 1973 vom Chiropraktiker Kenzo Kase entwickelt. Statt Sportverletzungen ruhigzustellen, sollten die Tapes bewusst die Mobilisation unterstützen, damit die betroffenen Regionen des Stütz- und Bewegungsapparates nicht einrasten. Nach und nach setzten sich die Pflaster in der Sportszene durch. Inzwischen gehören sie zum Standard-Mittel bei Sportverletzungen und sind in allen Sportarten zu finden.

 

Wirkung

am Muskel (Faszien), am Lymphsystem (Bindegewebe, Narben), auf Nerven, auf die inneren Organe, auf die Psyche

Die Wirkung des Tapens ist unumstritten, wenngleich das Wirkprinzip nicht genau bekannt ist. Die Tapes können zwar keine physiotherapeutische Behandlung ersetzen, können die Therapie aber erfolgreich unterstützen, den Heilprozess vorantreiben und Schmerzen lindern.

 

Folgende Effekte waren bislang durch die Therapie mit Kinesio Tape zu beobachten:

  • Bessere Muskelaktivität und Muskelfunktion
  • Regulierung von Muskeltonus und -spannung
  • Auflösen von Verspannungen
  • Stabilisierung von Gelenken und Unterstützung derer Funktion
  • Linderung von Schmerzen
  • Förderung des Lymphsystems und der Durchblutung

 

Je nach Aufklebweise entsteht eine muskelentlastende (detonisierende) und stärkende (tonisierende) Wirkung, die z.B. bei Muskelverspannungen, Muskelverhärtungen, Muskelfaserrissen oder Sportverletzungen hilft.

Die schmerzlindernde Wirkung entsteht vermutlich durch die Wärme sowie die Aktivierung des Lymphsystems und der Durchblutung an der betroffenen Stelle. Davon profitieren Patienten mit Bandscheibenvorfällen, Arthrose, Rheuma, Tennisarm, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen. Die Wirkung auf das Lymphsystem lässt sich ganz einfach erklären. Das Tape wird auf einen vorgedehnten Muskel geklebt. Geht die gedehnte Muskelgruppe in ihre Ausgangslage zurück, wellt sich das Tape und hebt die oberste Hautschicht und die darunter liegenden Gefäße an. Dadurch wird der Transport von Lymphe und Blut begünstigt, der durch Muskelverspannungen und Muskelübersäuerungen gehemmt wurde. Selbstverständlich ersetzt dies jedoch keine Lymphdrainage, die bei besonders schweren Wassereinlagerungen notwendig ist.

 

Was viele nicht wissen, ist, dass dies auch für die inneren Organe gilt. So kann Kinesio Tape auch bei Darm- oder Menstruationsbeschwerden helfen, Schmerzen zu lindern. Wie das geht, sehen Sie hier:

Die entstandene Wärme wirkt wie eine Wärmflasche. Austesten kann man das allemal, bevor man auf Schmerzmittel und andere Medikamente zurückgreifen muss.

 

Dadurch, dass das Tape elastisch und dehnbar ist, passt es sich jeder Körperregion an. Besonders häufig kommt das Kinesio Tape an Daumen, Schulter, Nacken, Rücken, Knie, Waden und Fuß/Sprunggelenk/Achillessehe zum Einsatz. Insgesamt dauert eine Behandlung mit Kinesiotape bis zu 6 Wochen. Etwa ein Mal in der Woche sollte das Tape entfernt und neu angeklebt werden. Nebenwirkungen sind keine bekannt, bis auf Reaktionen bei extrem empfindlicher Haut.

Das Kinesio Tape eignet sich außerdem zur Vorbeugung von Sportverletzungen. Wenn man zum Beispiel weiß, dass nach ein paar Kilometer laufen, ein Knie weh tut, kann man dem durch Tapen entgegenwirken.

 

Emotional Taping bei Stress, Depressionen und Angst

Beim Emotional Taping werden die Körperregionen getapt, die in Stress- oder Angstsituationen unter besonderer Anspannung sind. Die Entspannung, die diese Muskelpatien erfahren, überträgt sich dann auch auf die Psyche, meint Dr. Winfried Weber, der Entwickler der Methode.

 

 

Anleitung / Anwendung

  1. Im besten Fall sind die zu beklebenden Körperbereiche frei von Haaren, Fett und Wasser.
  2. Die zu behandelnden Muskeln sollten vor dem Auftragen des Tapes gedehnt werden.
  3. Die Ecken des Kinesio Tapes mit einer Schere abrunden, die Schutzfolie einreißen und dann beim Bekleben Stück für Stück abziehen.
  4. Vor dem Aufkleben sollte das Tape leicht angerieben werden, damit der Klebstoff aktiviert wird. Auch nach dem Aufkleben mehrfach über das Tape streichen, damit es gut hält.
  5. Das Tape sollte mit einem leichten Zug auf den Muskel geklebt werden, damit eine leichte Spannung entsteht. Über Schmerzpunkten darf der Zug etwas stärker sein. Beim Nacken ist jedoch ein sanfter Zug ausreichend. Wenn es zu sehr ziept oder sich unangenehm anfühlt, ist das Tape zu stramm aufgeklebt. Juckende Haut könnte auf eine allergische Reaktion der Haut hindeuten. In diesen Fällen das Tape lieber entfernen. Zeigt das Taping nach kurzer Zeit noch keinen Effekt, sollte vielleicht doch besser ein Profi ran.
  1. Entfernen kann man das Tape schmerzfrei mit etwas Olivenöl.

 

Das Gute am Kinesiotape ist, dass, wenn es nicht korrekt aufgeklebt wurde, im schlimmsten Fall einfach gar nichts passiert. Wenn jedoch eine Verschlimmerung auftreten sollte, besser die Tapes abnehmen und einen Arzt oder Physiotherapeuten drauf schauen lassen.

Kinesiotape richtig schneiden

Anwendungs-Tipp:

Soll der Tonus (Spannungszustand) der Muskulatur erhöht werden, wird das Pflaster/Tape vom Ursprung bis zum Ansatz des Muskels geklebt.

Soll der Tonus reduziert werden, wird das Pflaster vom Ansatz zum Ursprung des Muskels geklebt.

 

 

Ausbildung

Jeder kann sich im Kinesiologischen Taping ausbilden lassen. Die Ausbildung dauert 2 Tage und ist sehr praxisnah gestaltet. Meistens lassen sich Menschen, die beruflich bereits im Gesundheitssektor tätig sind, in dieser Methode fortbilden. Wer Taping im privaten Bereich ausprobieren möchte, kann sich auch mithilfe von Büchern weiterhelfen. Hiervon gibt es eine große Auswahl für Laien im Buchfachhandel.

 

 

Unterschied zu Sporttapes:

Sporttapes sind im Gegensatz zum Kinesiotape nicht elastisch und dienen ausschließlich des Stützens von Gelenken. Das Prinzip beruht nicht auf dem der Kinesiologie. Sporttapes sollten von Profis angelegt werden.

 

Schulter tapen

Welche Funktion haben die Farben der Tapes?

Die Auswahl der Farben spielt nur eine untergeordnete Rolle. In Anlehnung an die Lehre der Farbtherapie werden die Tapes, je nach gewünschtem Ziel, ausgewählt. So soll rot z.B. die wärmende Wirkung unterstützen und Energie verleihen. Blau hingegen steht für Kälte und Entspannung. Grün soll die Heilung anregen und symbolisiert Wachstum. Gelb wird eine stoffwechselanregende Wirkung zugeschrieben und so weiter und so fort.

 

 

Fazit:

Kinesiotape ist eine sinnvolle Unterstützung von Gelenken und Muskeln, besonders wenn diese stark belastet oder verspannt sind. Die bunten Tapes, die vor allem bei Sportlern sehr beliebt sind, lindern außerdem Schmerzen. Es handelt sich also um eine einfache, günstige und effektive Art, mit der man sich auch selbst behandeln kann. Und dazu sieht es auch noch cool aus. Wer nicht so auf Farbe steht, kann einfach zur schlichten Variante in beige oder schwarz greifen. Kaufen Sie Ihre Lieblingsfarbe bei uns im Shop! www.praxy.de

 

 

 

 

 

 

 

Bilder:

© Microgen / Fotolia, © Africa Studio / Fotolia, © veraganis / Fotolia

Quelle:

www.tape-versand.de
www.welt.de/gesundheit/article135898006/
www.praxisfuermanuellemedizin.jimdo.com/kinesiotaping/
www.fitforfun.de/beauty-wellness/gesundheit/emotional-taping-probleme-einfach-wegkleben_aid_13812.html
www.fitforfun.de/beauty-wellness/gesundheit/kinesio-tape-anleitung-tape-dich-selbst-154588.html
www.akademie-sport-gesundheit.de/ausbildung-kinesiologisches-taping.html

Händedesinfektion
Allgemein

Desinfektionsmittel

Warum Desinfektion jeder normalen Reinigung überlegen ist

 

Bekämpfung von Krankheitserregern

Heutzutage ist es wichtiger denn je, dass bestimmte Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Denn in unserer heutigen Gesellschaft leben wir immer enger zusammen mit anderen Menschen. Es gibt immer mehr Berührungspunkte zu den unterschiedlichsten Berufsgruppen. Aus diesem Grund ist es notwendig geworden, Schutz vor der Ansteckung mit gefährlichen Krankheitserregern wie zum Beispiel den Noro-Viren oder Salmonellen zu gewährleisten. Ein solcher Schutz kann aber nur dann als gegeben angesehen werden, wenn Desinfektionsmaßnahmen korrekt und in regelmäßigen Abständen ausgeführt werden. Nur dann können wir sicher gehen, dass die scheinbar saubere Oberfläche unseres Arbeitsbereiches auch tatsächlich frei von Krankheitserregern bzw. Keimen ist. Denn auch wenn regelmäßig gereinigt wird, reichen herkömmliche Reinigungsmaßnahmen nie an eine Desinfektion heran. Nur durch diese werden Keime zu 99,99% abgetötet, während bei einer normalen Reinigung dagegen nur 10% bis 90% aller Keime abgetötet werden können. Unter einer Abtötung von Keimen versteht man, dass das Desinfektionsmittel zuerst die Zellwände von Keimen zerstört, bevor es den Zellkern deaktiviert.

 

Worauf beim Kauf zu achten ist

Es ist beim Kauf von Desinfektionsmitteln vorab immer ein Blick auf die Beschreibung der Anwendung zu werfen. Desinfektionsmittel können nämlich bakterizid gegen Bakterien, fungizid gegen Pilze, begrenzt viruzid gegen behüllte Viren und viruzid gegen alle Formen von Viren wirken. Außerdem werden sowohl Konzentrate als auch bereits gebrauchsfertige Präparate von Herstellern verkauft. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, ein auf seine Wirkung geprüftes Desinfektionsmittel gekauft zu haben, werfen Sie einen Blick auf die Listungen des Verbunds für Angewandte Hygiene (VAH-Liste). Dort werden Desinfektionsmittel zur prophylaktisch routinemäßigen Desinfektion verzeichnet. Für den Lebensmittelbereich gibt es noch eine zweite Liste. Diese wird von der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG-Liste) herausgegeben. Um die Wirksamkeit eines solchen Produktes zu erhalten, muss es richtig gelagert werden. Es sollten bei der Lagerung sowohl Hitze als auch Frost vermieden werden, da die Produktqualität hierdurch beeinträchtigt wird. Außerdem gibt es ähnlich wie bei Arzneimitteln ein Haltbarkeitsdatum für Desinfektionspräparate, das beachtet werden muss.

 

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Regeln des Desinfizierens

Doch auch das beste Desinfektionsmittel wirkt nur so gut, wie es angewendet worden ist. Deshalb gibt es „3 Grundregeln der Desinfektion“, die befolgt werden müssen.

1)   Auftragen: Zuallererst muss das Desinfektionsmittel auch tatsächlich auf die zu reinigende Fläche aufgetragen werden. Dies hört sich zunächst einfach an, ist in der Umsetzung aber bei schwer zu erreichenden Ecken manchmal gar nicht so einfach.

2)   Einwirkungszeit: Die zweite Regel besagt, dass die auf der Produktbeschreibung des Desinfektionsmittels angegebene Einwirkungszeit auch wirklich eingehalten werden muss. Dies trifft besonders auf Hände zu, die erst nach der Einwirkungszeit des Desinfektionsmittels mit Wasser gewaschen werden dürfen. Gleiches gilt für Flächen, auf denen Lebensmittel bearbeitet werden. Diese dürfen ebenfalls erst nach einer bestimmten Einwirkungszeit mit Wasser abgewaschen werden. Fußböden, die mit Desinfektionsmitteln gereinigt wurden, dürfen dagegen sofort wieder betreten werden, da es nicht notwendig ist die Fläche noch einmal mit Wasser abzuwaschen.

3)  Dosierung: Die letzte der drei Regeln lautet, dass Desinfektionsmittel richtig dosiert werden müssen. Denn nur in der richtigen Dosierung werden tatsächlich alle Keime abgetötet, ohne, dass es zu Schmierfilmen auf Flächen bzw. zu Materialunverträglichkeiten kommen kann. Bei der Handhabung mit Konzentraten von Desinfektionsmitteln sollten unbedingt Handschuhe aus undurchlässigem Material getragen werden. Sollte es trotzdem zum Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten kommen, finden Sie auf dem Etikett des Produktes alle Angaben wie Sie gesundheitsschonend zu reagieren haben.

 

Handhygiene

Einer der wichtigsten Punkte der täglichen Hygiene beschränkt sich auf unsere Hände. Denn Infektionen werden zu fast 80% über die Hände übertragen.

Deswegen ist es besonders wichtig, die Hände nicht nur zu reinigen sondern zu desinfizieren. Ein Vorteil vom Händedesinfizieren gegenüber dem Händewaschen ist, dass dies deutlich hautfreundlicher ist. Beim Händewaschen wird nämlich der Hornschicht auf unseren Händen das Fett entzogen. Bei einer Desinfektion dagegen werden zwar auch aus der Hornschicht Fette herausgelöst, diese werden aber nicht von den Händen gespült und befinden sich noch auf den Handoberflächen. Bei der Händedesinfektion ist zu beachten, dass die Hände trocken und alle Bereiche der Hände benetzt sein müssen und das Desinfektionsmittel mindestens 30 Sekunden einwirkt.

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Was zu vermeiden ist

Unbedingt bei der Handhabung von Desinfektionsmitteln ist zu vermeiden, diese mit Reinigungsmitteln zu vermischen. Denn in diesem Fall hält doppelt nicht besser, sondern die vermischten Präparate neutralisieren sich gegenseitig in ihrer Wirkung.  Nur in Ausnahmefällen werden bestimmte Reinigungsverstärker vom Hersteller ausdrücklich zugelassen. Diese können Sie dann dem Etikett entnehmen. Ein Beimischen von Reinigungsmitteln zu Desinfektionsmitteln ist in vielen Fällen darüber hinaus völlig unnötig, da Desinfektionspräparate bereits über eine Reinigungswirkung verfügen.

 

Hygiene-Plan in medizinischen Einrichtungen

Damit Patienten in medizinischen Einrichtungen auf die Einhaltung hygienischer Standards vertrauen können, wurde der Hygiene-Plan für alle ärztlichen und heilpraktischen Praxen und Kliniken eingeführt. Im Internet können für alle Bereiche von der eigenen Praxis, Gastronomie oder Tattoostudio bis zur Kita Mustervorlagen eingesehen werden, wie ein solcher Hygiene-Plan zu erstellen ist. Dabei sollte sich ein solcher Plan in die folgenden Bereiche untergliedern:

1) die Hygiene

Hier steht genau festgelegt und mit Bildern veranschaulicht, was zu tun ist bzw. welche Körperteile oder Gegenstände zu desinfizieren sind.

2) der Handlungsbereich

Hier wird genau erfasst, nach welchen Aktionen eine Desinfektion vorgeschrieben ist. Ebenso wird die Verwendung von Einmalhandschuhen beschrieben.

3) die Anleitung

Bei der Hygiene von Händen, Gegenständen oder Flächen kann man viel falsch machen. Deshalb wird in einem Hygieneplan das korrekte Vorgehen für eine gelungene Desinfektion genauestens beschrieben. Von künstlichen oder allzu langen Fingernägeln wird abgeraten. Schmuck darf sich bei einer hygienischen Händedesinfektion nicht an den Händen befinden.

4) die Art des Desinfektionsmittels

Wie bereits erwähnt kann nicht für jeden Zweck das gleiche Desinfektionsmittel benutzt werden. Deshalb steht auf dem Hygieneplan außerdem vermerkt, welches Mittel für welchen Zweck verwendet werden muss. In einer übersichtlichen Tabelle dargestellt findet man schnell die nötigen Informationen ohne, dass man sich alles merken muss.

Weiter werden Sofortmaßnahmen bei Kontamination oder Verletzung mit infektiösem Material im Hygieneplan beschrieben. Zu den allgemeinen Desinfektionsmaßnahmen zählen alle Flächendesinfektionen der Räume mitsamt Mobiliar sowie die Aufbereitung, Sterilisation und Desinfektion von Geräten, Apparaten und Instrumenten, etc. Hier muss in jedem Fall das anzuwendende Reinigungsmittel geprüft und dann auf der Lister des Verbundes für Angewandte Hygiene e. V. verzeichnet sein. Unter der Bezeichnung Diagnostik, Pflege und Therapie befinden sich Anweisungen zur Patientenvorbereitung bei medizinischen und pflegerischen Maßnahmen.

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Babyartikel

Babyglück

 

Alle Fakten übers Stillen

 

 

Mit der Geburt eines Kindes beginnt ein neuer Abschnitt in Ihrem Leben. Alle Bedürfnisse stehen plötzlich zurück hinter dem Wunsch dem Kind das Beste zu geben. Deswegen beginnen viele junge Mütter mit dem Stillen. Denn das richtige Stillen stillt nicht nur den Hunger des Kindes auf natürliche Weise, sondern hilft dabei, eine enge Beziehung zwischen Mutter und Kind entstehen zu lassen. Wir möchten Ihnen helfen beim Stillen entspannen zu können und die neue Beziehung zu Ihrem Kind zu genießen. Aus diesem Grund beantworten wir Ihre Fragen zur Muttermilch.

 

Warum ist Muttermilch so gesund?
Vormilch

Muttermilch ist perfekt auf die ersten Bedürfnisse Ihres Babys nach der Geburt abgestimmt. So sind in der Vormilch, auch Kolostrum genannt, direkt nach der Geburt für zwei bis drei Tage viele wichtige Abwehrstoffe enthalten. Dies regt das Immunsystem Ihres Babys an, das kurz nach der Geburt noch sehr schwach entwickelt ist und schützt vor Infekten. Neben den Abwehrstoffen sind zudem viel Eiweiß, Vitamine und Spurenelemente enthalten. Damit das Verdauungssystem angeregt wird, ist hingegen wenig Fett in der Vormilch enthalten. Das Aussehen der Vormilch ist leicht gelblich und von sehr cremiger Konsistenz.

 

Übergangsmilch

Innerhalb von zwei bis drei Tagen nach der Geburt verändert sich die Vormilch dann zur Übergangsmilch. Diese ist von der Konsistenz flüssiger und enthält weniger Abwehrstoffe und Eiweiß. Dafür steckt nun mehr Fett und Zucker in der Muttermilch. In den Brüsten wird in dieser Phase mehr Milch gebildet als zuvor, da die Muttermilch nun mehr Wasser enthält. Dieser plötzliche Milcheinschuss kann neben einem vermehrten Anschwellen der Brüste auch zu einer erhöhten Empfindlichkeit führen.

 

Reife Frauenmilch

Nach zwei bis drei Wochen nach der Geburt hat sich die Übergangsmilch zur Reifen Frauenmilch weiterentwickelt. Diese ist noch flüssiger als die Übergangsmilch, da sie überwiegend Wasser enthält. Es sind aber auch weiterhin alle wichtigen Fette, Eiweiße, Zucker, Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Was für die Reife Frauenmilch charakteristisch ist, sind ihre zwei Stufen. So wird zuerst Milch an das Baby abgegeben, die mehr Wasser und Zucker enthält. Dies dient dazu den Durst des Babys zu stillen und den Appetit anzuregen. Erst nach mehreren Zügen an der Brust wird die Milch etwas dickflüssiger und der Fettgehalt zur Sättigung nimmt zu. Damit das Baby nicht nur die stark wasserhaltige Milch trinkt und genug Fett aufnimmt, ist es wichtig, das Baby mindestens zehn Minuten an einer Brust trinken zu lassen.

 

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Bekommt mein Baby auch genug Milch?

Entgegen aller Vorstellungen wird Milch kaum in der Brust gespeichert. Erst wenn das Baby an der Brustwarze saugt, wird der Milchspendereflex ausgelöst. Die Milchbläschen und Milchgänge ziehen sich zusammen und Milch fließt aus den Brustwarzen. Der Körper stellt sich hierdurch perfekt auf den Hunger Ihres Babys ein.

 

 

Wie oft und wie lange sollte ich mein Baby stillen?

Am Anfang ist der Magen eines Säuglings winzig. Deshalb sollte acht bis 12 mal täglich gestillt werden, da Muttermilch schnell verdaut wird. Jedes Kind ist einzigartig und entwickelt seinen eigenen Rhythmus beim Stillen. Deswegen sollten Sie sich nicht von anderen Müttern beirren lassen. Ihr Kind wird Sie darauf aufmerksam machen, wenn es Hunger bekommt. So wird es unruhig, macht schmatzende Geräusche, fängt an an seinen Händchen zu nuckeln oder wird beginnen zu Schreien. Nur wenn die Pausen zwischen dem Trinken zu groß werden, sollte das Kind sanft an die Brust genommen werden auch wenn es keine äußerlichen Anzeichen für Hunger zeigt. In den ersten Wochen sollte eine Pause zwischen dem Stillen nicht länger als vier Stunden sein. Die Zeitspanne verlängert sich dann mit dem wachsenden Appetit beim Trinken der Muttermilch. Beim Trinken selbst zeigt sich, dass Ihr Baby satt ist, durch eine häufig auftretende Müdigkeit. Die Händchen entspannen sich und der Säugling nuckelt nur noch ohne zu trinken. An dieser Stelle können Sie Ihr Kind ohne schlechtes Gewissen von der Brust trennen, da es schnell zu wunden Brustwarzen durch anhaltendes Nuckeln kommen kann.

 

 

Was wenn mein Baby nicht richtig an meinen Brustwarzen trinken kann?

Bei manchen Frauen fällt es dem Baby schwer die Brustwarzen zu umschließen, weil Hohl- oder Flachwarzen vorliegen. Ob dies der Fall ist kann bereits in der Schwangerschaft getestet werden. Tritt die Brustwarze beim sanften Drücken am Warzenhof nahe der Brustwarze nicht hervor, handelt es sich um eine Hohlwarze. Wenn die Brustwarze beim gleichen Vorgehen flache bleibt, handelt es sich um eine Flachwarze. Um der Brustwarze eine bessere Form zu geben, gibt es Hilfsmittel wie den Brustwarzenformer. Eine andere Möglichkeit sind Stillhütchen, die auf die Brustwarzen aufgesetzt werden, damit das Baby daran nuckeln kann. Die Milch fließt durch ein Loch vom Stillhütchen in den Mund des Babys.

 

 

Wann macht es Sinn, abzupumpen anstatt zu stillen?

Auch wenn Stillen eindeutig einfacher und bequemer ist als eine Milchpumpe, gibt es Momente, in denen Stillen gar nicht so einfach ist. Zu manchen Terminen können junge Mütter nämlich schlecht Ihre Babys mitnehmen. Mag das ein Arzttermin sein, die Wiedereingliederung in den Job oder auch nur ein Nachmittag mit Freunden. Damit die Brust auch zu solchen Zeiten nicht unangenehmen spannt und schmerzt, wurden Milchpumpen erfunden. Für ein einfacheres Abnehmen der Milch wurden mittlerweile Hilfsmittel wie die auf die Brust legbaren Wärmekissen mit Thera Perls erfunden. Die Brust wird durch die Wärme dazu angeregt Milch zu spenden und kann sich gleichzeitig entspannen. Es hilft Ihnen auch sich beim Abpumpen sich Ihr Baby vorzustellen und Gegenstände Ihres Kindes bei sich zu haben, welche noch nach Ihrem Kind riechen. Auch ungekühlt kann die abgenommene Milch dann nach vier bis sechs Stunden mit hygienischer Verwahrung in Muttermilchbeuteln noch an das Baby verfüttert werden. Bei Verwahrung im Kühlschrank kann es sogar zwei und bei Lagerung in der Tiefkühltruhe sogar 14 Tage haltbar bleiben. Beim Wiederaufwärmen sollte dies langsam geschehen wie über Nacht im Kühlschrank oder in einem Wasserbad. Auf keinen Fall darf Muttermilch wiederholt erwärmt werden. Die Milch würde dann eine schlechtere Qualität haben und könnte schlecht werden.

 

Breast pump and bottle of milk on wooden background. Toned image.

 

Was hilft bei entzündeten Brustwarzen, während ich stille?

Wenn es zu entzündeten oder schmerzenden Brustwarzen beim Stillen kommt sollte erst einmal das Saugverhalten des Kindes geprüft werden. Das Kind sollte nämlich einen großen Teil der Brustwarze beim Saugen in den Mund nehmen, sonst werden kleine Stellen zu stark beansprucht. Lösen Sie das Kind vorsichtig von der Brust ab, indem Sie den kleinen Finger in seinen Mundwinkel schieben, sobald Sie Schmerzen beim Stillen bekommen. Schmerz stellt immer ein Warnsignal dar, das beachtet werden muss. Deswegen sollten Sie nicht die Zähne bei Schmerzen zusammen beißen, sondern unterschiedliche Positionen zum Stillen ausprobieren. Besonders bei bereits gereizten Brustwarzen kann es helfen, wenn nicht immer an der selben Stelle der gleiche Druck ausgeübt wird. Damit das Kind nicht anfänglich einen zu starken Druck auf die Brust beim Ansaugen aufbaut, können Sie den Milchspendereflex schon vor dem Anlegen selbst auslösen. So kann die Milch zu Beginn direkt zu Ihrem Kind fließen. Nach dem Stillen sollten Sie immer darauf achten, dass Ihre Brustwarzen trocken sind. Tragen Sie Stilleinlagen, wenn Sie merken, dass Milch zwischen dem Stillen ausläuft. Sie halten die Brustwarzen schön trocken und Sie können sie bequem je nach Fluss der Milch wechseln. Eine weitere Hilfe stellen spezielle Salben mit Lanolin dar, welche dünn aufgetragen die Haut pflegen. Solche Salben können Sie später auch problemlos bei wunden Hautstellen und trockenen Lippen anwenden. Hilfreich sind auch Perlenkissen mit Thera Perls, die bei Spannungen und Schmerzen zur Kühlung auf die Brüste gelegt werden können um Schwellungen reduzieren.

 

 

Was kann ich bei einem Milchstau tun?

Ein Milchstau lässt sich daran erkennen, dass betroffene Stellen berührungsempfindlich sind und schmerzen. Es lassen sich eine harte Stelle oder harte Stellen ertasten, die sich wärmer anfühlen als der Rest des Körpers. Damit sich der Milchstau lösen kann, hilft es weiterhin regelmäßig zu stillen. Legen Sie Ihr Kind so an die Brust, dass sein Kinn genau auf der verhärteten Stelle zum Liegen kommt. Hierdurch wird die Brust an der schmerzenden Stelle sanft massiert während der Milchspendereflex ausgelöst wird. Zusätzlich ist es hilfreich, die Brust warm zu halten vor dem Stillen. Dies geht besonders leicht mit den erwärmbaren Perlenkissen von Lansinoh, die sich optimal an die Brust anpassen können. Nach dem Stillen kann wiederum ein vorher im Kühlfach heruntergekühltes Perlenkissen die Milchbildung hemmen, damit die Brust Zeit bekommt sich zu erholen.

 

 

 

Quellen: http://www.windeln.de, http://www.familie.de, http://www.netmoms.de, http://www.still-lexikon.de, http://www.ardomedical.de, http://www.rund-ums-baby.de, http://www.familie.de

Fotos: Fotolia/JenkoAtaman, Fotolia/Vasileva, Fotolia/Victoria М

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Pflegebedarf

Harninkontinenz – mehr als nur eine volle Blase

Damit es auch läuft, wenn es einmal läuft, haben wir uns mit dem Thema Harninkontinenz beschäftigt. Denn auch wenn niemand gerne über dieses Thema spricht, leiden doch Millionen von Deutschen an dieser Form der Inkontinenz. Aus diesem Grund haben wir uns für Sie über die Ursachen von Harninkontinenz, die verschiedenen Krankheitsbildern von Blasenschwäche sowie Therapiemöglichkeiten und Hilfsmittel schlau gemacht. Denn nur wenn über die Probleme der Blase gesprochen wird, kann Inkontinenzerkrankten auch geholfen werden das Krankheitsbild zu verbessern.

Die Ursachen für eine Inkontinenz können vielfältig sein. Dabei gibt es keine altersbedingte Inkontinenz (!), sondern nur eine höhere Anfälligkeit von Beschwerden bei steigendem Alter. Generelle Auslöser, die zu einer Erkrankung führen können, sind Schwangerschaften, operative Eingriffe in die Beckenmuskulatur, Krankheiten oder die Einnahme von bestimmten Medikamenten.

 

Verschiedene Arten von Inkontinenz

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Belastungsinkontinenz

Bei einer Belastungsinkontinenz kann der Blasenschließmuskel (Sphinkter) nicht mehr richtig den Urin in der Blase verschließen. Schon bei geringen Erhöhungen von Druck im Bauchraum durch Niesen, Husten oder dem Anheben von schweren Gegenständen beginnen kleine Mengen von Urin aus der Blase auszutreten.

 Eine Schwächung des Beckenbodens gilt häufig bei Belastungsinkontinenz als Ursache für das Auftreten der Krankheit. Diese Form der Inkontinenz betrifft im Durchschnitt häufiger Frauen als Männer, da Frauen ein breiteres Becken und eine vergleichsweise schwächere Beckenbodenmuskulatur haben. Außerdem gibt es in der Anatomie der Frau nicht nur Öffnungen in der Muskulatur für Anus und Blase sondern auch noch für die Scheide. Diese Öffnungen gelten als „natürliche Schwachpunkte“ im Beckenboden. Hinzu kommt, dass durch Schwangerschaften der Beckenboden zusätzlich strapaziert wird. Es kann daher in den letzten Schwangerschaftsmonaten zu Belastungsinkontinenz bei werdenden Müttern kommen, die jedoch zumeist innerhalb von 12 Monaten nach der Geburt des Kindes verschwindet.

Ein anderer Auslöser für Belastungsinkontinenz können Unfälle und Operationen im Beckenbereich darstellen. Durch diese kann es zu Nervenverletzungen und Nervenreizungen kommen. Die Muskeln des Beckenbodens werden nicht mehr durch die richtigen Nervensignale aktiviert oder zu spät aktiviert.

 

Dranginkontinenz

Als Ursachen für Dranginkontinenz gelten neben operativen Eingriffen im Beckenbereich, auch Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson, Alzheimer und Diabetes Mellitus. Bei ständigen Reizungen der Blase durch Gallensteine oder Harninfekte kann es ebenso zur Dranginkontinenz kommen wie durch psychosomatische Faktoren. In einigen Fällen kann aber die Ursache auch nicht festgestellt werden. Die Dranginkontinenz äußert sich dadurch, dass die Nerven schon bei einer nur gering gefüllten Blase das Signal geben, die Blase sei voll. Der Erkrankte bekommt das Gefühl schnell eine Toilette aufsuchen zu müssen, um seine Blase zu leeren. Bei Männern kann es bei diesem starken Drang häufiger bei dem Gefühl der Dringlichkeit auf Toilette zu müssen bleiben, ohne, dass es zum Ausfluss von Urin kommt, während dies bei Frauen zumeist mit unfreiwilligen Urinablassen verbunden ist.

 

Überlaufinkontinenz

Bei der sogenannten Überlaufinkontinenz kann sich die Blase aufgrund eines Hindernisses wie zum Beispiel einer vergrößerten Prostata oder einer Gebärmuttersenkung nicht mehr komplett leeren. Es kommt zu einem permanenten Tröpfeln von Urin, da die Blase über einen längeren Zeitraum über ihre Kapazität hinaus gefüllt ist. Ein weiterer Grund für das Entstehen einer Überlaufinkontinenz kann die Einnahme von kortisonhaltigen Medikamenten darstellen.

 

Reflexinkontinenz

Bedingt durch Nervenschäden an Gehirn oder Rückenmark, ausgelöst durch Schlaganfall, Multiple Sklerose oder andere Nervenkrankheiten, kann es zu einer Reflexinkontinenz kommen. Die Blasenentleerung wird hierbei nicht mehr willentlich gesteuert, sondern geschieht quasi „reflexartig“. Hierbei bleibt immer ein Rest von Urin in der Blase zurück.

 

Prävention, Therapie und Hilfsmittel

Negative Auswirkungen von Medikamenten auf die Blase

Besonders ältere Patienten greifen auf eine Vielzahl von Medikamenten zurück. Kommt es dann zu plötzlich eintretender Blasenschwäche sollte der Patient sich nicht scheuen, dies bei seinem Arzt anzusprechen. Bestimmte Medikamente können nämlich negative Auswirkungen auf die Blase haben. Wir haben für Sie einige dieser Medikamente aufgelistet.

Diuretika, Calciumantagonisten, Cholinesterase- und MAO-Hemmer sorgen dafür, dass mehr Urin ausgeschieden wird. Die gesteigerte Ausscheidung von Urin kann zu häufigem Wasserlassen und Harndrang führen.

Alpha-Rezeptorenblocker werden zur Behandlung einer gutartigen Prostatavergrößerung oder bei Bluthochdruck eingesetzt. Neben ihrer positiven Wirkung, setzen sie allerdings auch die Spannung des Schließmuskels der Harnblase herab.

Schmerzmittel wie Indometacin, Mittel gegen Depressionen, kortisonhaltige Medikamente oder Mittel gegen Erkältungen können das Zusammenziehen des Blasenmuskels (Detruser) vermindern. Als Folge kann eine Überlaufinkontinenz eintreten.

ACE-Hemmer, zur Senkung des Blutdruckes eingenommen, können zur Verschlimmerung einer Belastungsinkontinenz führen. Es wird nämlich ein Reizhusten ausgelöst, der den Druck im Bauchraum ansteigen lässt, was die Blase zum Ausscheiden von Urin veranlasst.

 

Beckenbodentraining

Zur Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur und der hiermit zunehmenden Kontrolle über das Wasserlassen bietet sich das Beckenbodentraining bei der Belastungsinkontinenz und bei einigen Fällen von Dranginkontinenz an. Die Trainingsübungen lassen sich zwar leicht in den Alltag einbauen, es benötigt aber Geduld und Ausdauer. Erst nach etlichen Wochen werden Sie bei einem korrekt ausgeführten Training des Beckenbodens, Erfolge sehen können. Beckenbodenübungen werden zudem nicht nur ausgeführt, um bessere Kontrolle über den Harndrang zurück zu gewinnen, sondern können auch zur Vorbeugung einer Belastungsinkontinenz oder Dranginkontinenz genutzt werden. Wenn Sie an einem Training interessiert sein sollten, können Sie sich an einen Physiotherapeuten, Fitnessstudios, Sportvereine oder Volkshochschulen wenden. Es gibt ein breites Angebot an Möglichkeiten, diese Übungen für sich selbst kennen zu lernen.

Besonders in der Schwangerschaft ist ein solches Training zu empfehlen. Hierfür sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Gynäkologen oder Ihrer Hebamme halten.

 

Verhaltensänderung

Manchmal hat eine Veränderung des Verhaltens schon große Auswirkungen auf die Blaseninkontinenz. So wirken scharfe Gewürze und Kaffee auf die Blase zum Beispiel reizend. Daher sollten Menschen, die Probleme mit der Blase haben, dessen Konsum eher einschränken.

Um sich über die täglichen Toilettengewohnheiten klar zu werden, bietet sich ein Tagebuch über Toilettengänge und die Aufnahme von Flüssigkeiten an.

Aufgrund dieser Basis können Sie dann ein sinnvolles „Toilettentraining“ durchführen, mit welchem Sie Ihren Körper trainieren zu festgelegten Zeiten auf Toilette zu gehen. Sprechen Sie diese Maßnahme aber unbedingt vorher mit Ihrem Arzt ab und versuchen Sie nicht die Aufnahme von Flüssigkeit zu verringern, um weniger auf Toilette gehen zu müssen. Hierdurch können Sie Ihrer Gesundheit schaden.

 

Medikamente

Wenn Sie keine Fortschritte in Ihrer Kontinenz durch ein Beckenbodentraining oder durch Verhaltensänderungen bewirken konnten, sollten Sie in Betracht ziehen Medikamente zur Kontrolle der Blase einzunehmen. Lassen Sie sich hierbei von Ihrem Arzt beraten.

 

Operation

Als letztes Mittel um eine Inkontinenz aufzuheben, sollte erst die Operation stehen. Es gibt eine Vielzahl von operativen Möglichkeiten, die allerdings gut durchdacht sein sollten. So gibt es beispielsweise den künstlichen Schließmuskel, wobei ein Manschette um die Harnröhre gelegt wird, die mit Wasser befüllbar ist. Durch eine Pumpe, welche in die Vagina oder den Hodensack eingesetzt wird, kann diese Flüssigkeit um die Harnröhre gepumpt und abgelassen werden. Bei Untersuchungen wurde hierbei eine Erfolgsrate von 90% festgestellt. Es gibt allerdings auch weniger invasive Methoden, die mit weniger Komplikationen verbunden sind. So kann zum Beispiel ein Eingriff mit funktionellen Schlingen vorgenommen werden. Es wird hierdurch eine Erhöhung des Harnröhren-Widerstandes aufgebaut und somit die Kontinenz wieder aufgebaut. Voraussetzung für dieses Verfahren ist jedoch, dass der Schließmuskel eine gute Restfunktion hat.

 

Hilfsmittel

Grundsätzlich sollte man sich nicht allzu sehr auf Hilfsmittel verlassen, wenn es die Möglichkeiten gibt, die Kontrolle über die Blase wiederzuerlangen. Nur wenn dies nicht möglich ist, sollte man sich an den Gedanken gewöhnen auf Hilfsmittel angewiesen zu sein. Neben der klassischen Windelhose gibt es noch viele Hilfsmittel, die auf die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben hin entwickelt worden sind. Niemand sollte sich aus Scham auf Monatsbinden beschränken. Denn diese können den Urin nicht gut genug einschließen und es können Gerüche entstehen.

Zu den gängigen Hilfsmitteln gehören die Inkontinenzvorlagen, Windelhosen und Pants. Je nach Schwere der Inkontinenz können bei Frauen und Männern mit leichter Inkontinenz Vorlagen getragen werden. Diese lassen sich leicht in den Slip kleben. Für Männer und Frauen mit leichter bis mittlere Inkontinenz eigenen sich Pants. Diese können wie eine Unterhose übergestreift werden und ähneln dieser äußerlich auch sehr. Bei schwerer Inkontinenz gibt es ein breites Angebot an Windelhosen mit Beinabschluss, die das Auslaufen von Urin und Kot verhindern können. Diese Hilfsmittel werden in allen Größen angeboten.

Windel für Erwachsene

Erstattungsfähigkeit von Hilfsmitteln

Es gibt im Gesetz drei Grundlagen, nach denen die Kosten von Hilfsmitteln von den Krankenkassen übernommen werden.

Erstens soll die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben durch ein Hilfsmittel wiederhergestellt werden, da es sich hierbei um ein Grundbedürfnis handelt. Es soll keine Benachteiligung durch Inkontinenz entstehen.

Zweitens soll ein Hilfsmittel vor Funktionsstörungen bewahren. Hiermit ist gemeint, dass das Hilfsmittel vor Erkrankungen und Verletzungen bewahren soll wie zum Beispiel vor dem Entstehen einer Hauterkrankung, die durch den Kontakt mit sich sammelnden Urin entstehen könnte.

Drittens soll das Hilfsmittel zusammenhängend zur Behandlung einer weiteren Krankheit genutzt werden.

Wenn nur eine dieser Bedingungen zutrifft, werden die Kosten von den Krankenkassen mitgetragen. Es muss jedoch beachtet werden, dass es bundesweit geltende Festbeträge gibt, über die hinaus der Erwerb von Hilfsmitteln nicht weiter bezuschusst wird.

Diese Festbeträge orientieren sich an den jeweiligen Leistungsmerkmalen der Produktuntergruppen des Hilfsmittelverzeichnisses.

 

 

 

Quellen: www.apotheken-umschau.de, www.inkontinenz-selbsthilfe.com, www.special-harninkontinenz.de

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